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Glosse
Zeitlos glücklich

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Nach den zeitraubenden Diskussionen über den Sinn der Sommerzeit ist das Bündnis „Zeitlos glücklich“ jetzt einen Schritt weitergegangen und hat die komplette Abschaffung der Zeit gefordert. Von Fatima Abbas
Fatima Abbas

„Ist doch absolute Zeitverschwendung“, sagte der Bündnisvorsitzende und machte es sich in Zeitlupe in seiner Hängematte bequem. Er wünscht sich Gelassenheit auf allen Ebenen und weist ganz frei von Vorurteilen darauf hin, dass viele Südländer es mit der Zeit ohnehin nicht so genau nähmen und „die im Norden“ vor lauter Zeitverplanung eh kaum Zeit mehr hätten. „Dann ist es auch nicht schlimm, wenn sie gar keine Zeit mehr haben.“


Wie sich die Menschheit künftig ganz ohne Zeitangaben verabreden soll, ist noch unklar. Ebenso wie die Frage, ob der Kalender ganz abgeschafft wird oder einfach nur die Uhren dran glauben müssen. Die Mitarbeiter von „Zeitlos glücklich“ hätten bereits ihr ganz eigenes System, erzählt der Chef: „Wir orientieren uns nur noch an den Mahlzeiten und sagen zum Beispiel: Wir treffen uns eine halbe Kaffeetasse nach dem ersten Kaffee und einen doppelten Snack vor dem Mittagessen.“ Tja, dann hat sich das mit der Zeit wohl gegessen.