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Ab Oktober wächst wieder die Gefahr von Wildunfällen

Ab Oktober wächst wieder die Gefahr von Wildunfällen

(np) Jedes Jahr werden über 250 000 Wildschäden bei den Teilkasko-Versicherungen in Deutschland gemeldet. Jetzt müssten Verkehrsteilnehmer vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung und in den Nachtstunden wieder mit verstärktem Wildwechsel rechnen, warnt der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD).

Am Rand von Wiesen, Wäldern und Feldern überqueren Rehe, Wildschweine und andere Arten häufig die Fahrbahn. Besonders gefährlich sind neu gebaute Straßen, die durch Waldstücke führen, da das Wild weiterhin wie gewohnt wechselt.

An Wildwechsel-Hinweisschildern sollte man die Geschwindigkeit verringern und besonders aufmerksam fahren. Sobald Wild auftaucht, blendet man ab, verringert die Geschwindigkeit und hupt. Kommt es zu einem Zusammenstoß mit dem Tier, sollte man keinesfalls gewagte Ausweichmanöver unternehmen. Eine kontrollierte Kollision ist oft besser, als unkontrolliert am Baum oder im Gegenverkehr zu landen.

Nach einem Unfall schaltet man zuerst die Warnblinkanlage ein und sichert die Unfallstelle ab. Grundsätzlich sollte man immer die Polizei verständigen, selbst wenn das Wild verschwunden ist. Denn nur so kann der zuständige Jagdpächter informiert werden und das möglicherweise verletzte Tier aufspüren.

Auf keinen Fall darf man tote Tiere mitnehmen, das gilt als Wilderei. Für die Versicherung sollte man das tote Tier sowie Unfallspuren wie Haare und Blut fotografieren. Nur so können Polizei oder Jagdpächter die für die Versicherung wichtige Wildunfallbestätigung ausstellen. Fotos helfen auch einem Gutachter.