Campen auf dem Autodach

Campen auf dem Autodach

Die Caravan-Branche überrascht immer wieder mit Erfindungen, die Campern das Leben erleichtern können. Es gibt Zelte für normale Pkw-Dächer, Aufbewahrungsboxen am Heck oder Camper-Kisten mit Kocher und Spüle.

Die Firma Autobond hat jüngst auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf eine neue Generation von Dachzelten vorgestellt. Eine Aufstell- oder Hubmechanik schafft zwar keine Stehhöhe, aber genügend Raum für eine 1,50 Meter breite und zwei Meter lange Liegefläche. Mit einem Gewicht von 60 Kilogramm kann es auf nahezu jedem Pkw-Dach montiert und als günstige Übernachtungsmöglichkeit genutzt werden. Die Preise sind ebenfalls noch kundenfreundlich, sie beginnen bei 2500 Euro.

Mehr Platz beim Campen

Als Berthold Wolf mit seinem Reisemobil in Spanien unterwegs war und böse Buben nachts auf einem Stellplatz sein teures Elektro-Fahrrad mitgehen ließen, entschloss sich der erfahrene Konstrukteur, eine sichere Unterbringungsmöglichkeit zu entwickeln. Sie sollte nicht nur wertvolle Fahrräder, sondern auch jedwede andere Ausrüstung während der Fahrt und beim Übernachten schützen. Das Ergebnis ist die B-Box, die sich am Heck des Reisemobils auf einem Lastenträger oder auf einem Wheely-Universalanhänger montieren lässt. Funktional und formschön gestaltet, wird die B-Box ein integrierter Bestandteil des Reisemobils, sie ist einbruchsicher und wetterfest. Zwei verschiedene Heckboxen bietet Wolf Boxdesign an. Die B-Box Maxi mit einem Volumen von 3100 Litern und einem Eigengewicht von 55 Kilogramm ist zwei Meter breit und 94 Zentimeter tief. Die Höhe von 1,60 Meter erlaubt es sogar, kleine Motorroller einzuladen. Die Nutzlast hängt bei der Montage auf dem Lastenträger am Heck des Reisemobils von der spezifischen Belastungsgrenze der Hinterachse ab. Maximal ist eine Beladung mit 80 Kilogramm möglich. Rollt die B-Box Maxi dagegen auf einem Wheely-Universalanhänger, können darin bis zu 200 Kilogramm transportiert werden.

Die zweite Heckbox ist speziell für zum Reisemobil umgebaute Kastenwagen konstruiert. Sie wiegt unbeladen 55 Kilogramm und hat die Maße 2,00/1,85 Meter x 0,8/0,75 Meter x 1,60 Meter. Gefertigt wird sie ebenso wie die B-Box Maxi aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Beladen werden beide Boxen über die große Frontklappe oder die praktische Seitentür. Beide öffnen unterstützt von Gasdruckfedern. Alle Verschlüsse können gleichzeitig mit einem Schlüssel bedient werden und haben ein Druckdrehknopf-Schloss. Die Dichtungen sind wasser- und staubdicht. Das integrierte Beleuchtungssystem wird ebenso wie der herausziehbare Schlitten, der beim Verladen der naturgemäß schwereren E-Bikes hilfreich ist, als Sonderzubehör angeboten.

Die Innenausstattung der B-Box lässt sich ganz an die individuellen Anforderungen anpassen. Hierzu zählen unter anderem der Fahrradrüstsatz mit Aluminiumschienen und -halter, die Rollerrüststütze mit Auffahrrampe, V-Bügel und Haltearm, der Light-Rüstsatz mit einem Aluminiumregal für Klappboxen oder Skihalter. Die Preise liegen zwischen 2300 und 2700 Euro.

Kiste fürs Campen

Die Firma Autobond bietet Zelte an, die einfach auf dem Dach eines Pkws montiert werden können.
Die B-Box ist ein schicker geräumiger Tresor, der am Heck eines Reisemobils montiert wird. Da passen sogar Fahrräder rein. Fotos: Hersteller.

Die Camper-Box des Herstellers Ququq macht aus jedem Transporter mit Liegesitzen ein Reisemobil. Sportler, Wanderer und andere Naturliebhaber finden darin einen Kocher, Spüle und elektrische Wasserversorgung. Auf Wunsch ist auch eine leistungsfähige Kompressorkühlbox mit von der Partie. Eine Kaltschaummatratze mit Unterlage und Bettlaken gehört zur Box.

Ideale Ergänzung ist ein Heckzelt, das den Raum unter der geöffneten Heckklappe trocken und windfrei hält. Die Camper-Box für 2190 Euro ist passend für Fahrzeuge wie VW Caddy, Renault Kangoo oder Citroën Berlingo zu haben. Für den VW T5 gibt es sie passgenau zum Preis von 2790 Euro. Die Lösung ermöglicht Campen bei vergleichsweise geringem Kostenaufwand.