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Vom Publikum geliebt, von Essien gelobt: Manu zurück im EllenfeldVon der Nationalmannschaft zu Borussia II

Neue Frisur und altbekanntes Trikot: Richard Manu ist zurück bei Borussia II. Foto: Burgardt
Neue Frisur und altbekanntes Trikot: Richard Manu ist zurück bei Borussia II. Foto: Burgardt
Neunkirchen. Noch immer reiben sich einige Fans von Borussia Neunkirchen ungläubig die Augen und stellen sich die Frage: Ist er es wirklich? Ja, er ist es tatsächlich! Richard Manu ist nach sieben Jahren zurück an der Blies und hat für Borussia II bereits zwei Kurzeinsätze in der Saarlandliga absolviert Von SZ-Mitarbeiter Marc Prams

Neunkirchen. Noch immer reiben sich einige Fans von Borussia Neunkirchen ungläubig die Augen und stellen sich die Frage: Ist er es wirklich? Ja, er ist es tatsächlich! Richard Manu ist nach sieben Jahren zurück an der Blies und hat für Borussia II bereits zwei Kurzeinsätze in der Saarlandliga absolviert. An diesem Samstag trifft er mit Borussia II im Spitzenspiel der Fußball-Saarlandliga auf seinen Ex-Verein SC Halberg Brebach. Anstoß im Ellenfeld ist um 15.30 Uhr.Von 1997 bis 2003 war der 36-Jährige schon einmal bei Neunkirchen unter Vertrag - er feierte mit dem Verein zwei Meisterschaften und einen Pokalsieg. Bei den Fans galt der laufstarke Verteidiger damals als absoluter Publikumsliebling und ist rund ums Ellenfeld noch in sehr guter Erinnerung. Nach zwei weiteren Stationen in Deutschland mit Turu Düsseldorf und SC Halberg Brebach wechselte Manu 2007 schließlich in seine Heimat Ghana, wo er für Asante Kotoko in der ersten Liga spielte. Aufgrund seiner guten Leistung beim "FC Bayern Ghanas" wurde er für zwei Einsätze in die Nationalmannschaft berufen. "Damit habe ich damals überhaupt nicht gerechnet und konnte es zunächst kaum glauben. Sicherlich war das der Höhepunkt meiner Laufbahn und eine große Ehre für mich." Chelsea-Star Michael Essien war damals auf ihn zugekommen, weil er von seinen Zweikampfqualitäten gehört hatte. "Essien war ein ganz natürlicher und freundlicher Typ. Es hat mich überrascht, dass er meinen Namen überhaupt kannte. Er wusste auch, dass ich in Deutschland gespielt habe und sprach mich vor der ganzen Mannschaft darauf an. Das war toll. Solche Erlebnisse vergisst man nicht." Auch an seine Zeit bei Borussia hat Manu nur gute Erinnerungen. Den Kontakt ließ er nie abreißen und als ihm signalisiert wurde, dass man froh über seine Rückkehr sei, war seine Entscheidung schnell getroffen. "Ich wollte gegen Ende meiner Karriere wieder zu dem Verein zurück, bei dem ich mich immer sehr wohl gefühlt habe. Und mit Borussia verbinde ich nur Positives. Hier möchte ich meine Karriere beenden", erzählt der Ghanaer. Wann dieses Ende sein wird, wisse er noch nicht, aber ein paar Jahre möchte er schon noch im Trikot der Neunkircher auflaufen und durch gute Leistung überzeugen. "Was danach kommt, steht noch nicht fest. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dem Verein auch nach meiner aktiven Zeit in einer anderen Funktion treu zu bleiben", sagt Manu.




Auf einen BlickMit dem nötigen Respekt fährt Fußball-Saarlandligist FC Wiesbach an diesem Samstag zum FV Lebach. "Die sind sehr gut in die Runde gestartet", konstatiert FC-Trainer Oliver Braue vor dem Nachbarschaftsderby um 16 Uhr. Drei Dinge stellt Braue beim Gegner besonders heraus. Die Mannschaft des Aufsteigers zeichne sich durch große Erfahrung aus und sie könne mit ihren schnellen Spitzen ein gefährliches Konterspiel aufziehen. "Deshalb müssen wir versuchen, solche Situationen zu vermeiden", fordert Braue. Das Prunkstück des Neulings sei die Abwehr mit Torwart und Spielertrainer Georg Müller als großem Rückhalt. In seiner eigenen Mannschaft kritisiert er die mangelnde Chancenverwertung. "Wir versieben derzeit zu viele Torgelegenheiten. So was darf man sich in der Saarlandliga nicht erlauben."Der FV Eppelborn empfängt am Samstag um 17 Uhr den VfB Dillingen. Beide Mannschaften stehen in der Tabelle mit jeweils sieben Zählern auf den Plätzen sieben und acht. Die 1:6-Klatsche am vergangenen Wochenende in Brebach will der Eppelborner Trainer Helmut Berg nicht zu hoch hängen. Sie wäre zwar schmerzhaft, aber Anlass zu Depressionen bestehe nicht. "Manchmal ist so eine Niederlage auch heilsam", sagt Berg. Das Team müsse nur die richtigen Lehren daraus ziehen. heb