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FCS bald in der Champions League?

FCS bald in der Champions League?

Saarbrücken. Andrej Gacina riss die Faust in die Luft, 1000 Tischtennis-Fans in der Joachim-Deckarm-Halle in Saarbrücken waren aus dem Häuschen. Der 1. FC Saarbrücken hat den deutschen Meister Borussia Düsseldorf mit 3:1 besiegt. Freudentaumel in der Halle. FCS-Trainer Matthias Landfried betrachtete die Situation etwas nüchterner

Saarbrücken. Andrej Gacina riss die Faust in die Luft, 1000 Tischtennis-Fans in der Joachim-Deckarm-Halle in Saarbrücken waren aus dem Häuschen. Der 1. FC Saarbrücken hat den deutschen Meister Borussia Düsseldorf mit 3:1 besiegt. Freudentaumel in der Halle. FCS-Trainer Matthias Landfried betrachtete die Situation etwas nüchterner. "Mir war klar, dass wir Chancen hatten", erklärte er selbstbewusst: "Das Hinspiel mit Timo Boll haben wir nur knapp verloren. Und in dieser Liga kann jeder jeden schlagen."

Zweiter Bundesliga-Einsatz Der erste Punkt, den Andrej Gacina für die Saarbrücker gegen Trinko Keen holte (3:2), war vom Trainer eingeplant. Zu seinem erst zweiten Bundesliga-Einsatz kam Jiri Vrablik, der sich mit Seiya Kishikawa messen musste. "Es war immer sein großer Traum, in der Bundesliga zu spielen, da war er natürlich sehr aufgeregt", sagte Landfried, "ich habe ihm gesagt: Du spielst gegen die Nummer 29 der Welt, niemand in der Halle glaubt an dich. Aber wir glauben an dich".

Landfried hatte vorausgesagt, dass Kishikawa bei einem angriffslustigen Spiel Vrabliks nervös werden würde - und so kam es auch. Die Nervosität hielt jedoch nicht bis zum Schluss an, Vrablik verlor doch mit 2:3. "Er war am Boden zerstört und hat gedacht, er hätte seine Chance nicht genutzt", erzählte der Trainer über Vrablik, "aber er kann in der Liga mithalten, und das hat jeder gesehen".

Das entscheidende Spiel sollte noch kommen. Bojan Tokic trat gegen Christian Süß an - "ein Schlüsselspiel", wie der FCS-Trainer fand, "wenn Bojan verloren hätte, dann hätten wir auch das Spiel verloren". Aber Tokic ließ sich nicht vom Weltranglisten-31. beirren und schlug den Düsseldorfer mit 3:2. Der 3:2-Sieg von Gacina gegen Kishikawa im Anschluss brachte dann die Halle zum Toben. "Das Publikum in Saarbrücken ist Weltklasse", lobte Landfried die 1000 begeisterten Zuschauer.

Der 1. FCS kann somit seinen dritten Tabellenplatz (14:10 Punkte) festigen. "Jetzt ist natürlich klar, dass wir das Ziel Nichtabstieg in das Ziel Play-offs korrigieren müssen", freute sich der Trainer, "und durch das Erreichen der Play-offs wären wir im nächsten Jahr auch für die Champions League qualifiziert." Trotzdem wollte Landfried die Kirche im Dorf lassen. "Wir müssen auf jedes Team höllisch aufpassen", warnte er. Vor allem beim nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag (18 Uhr, Joachim-Deckarm-Halle) gegen den Tabellensiebten TTC Frickenhausen. "Frickenhausen müssen wir wie einen angeschossenen Bären betrachten. Die wollten eigentlich in die Play-offs, und jetzt stehen sie unter Abstiegsdruck", erklärte der FCS-Trainer, "ich sehe uns leicht favorisiert, aber wir müssen sehr achtsam sein". "Wenn Bojan verloren hätte, hätten wir auch

das Spiel verloren."

FCS-Trainer Matthias Landfried