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Obstwiesen-Pflegetag
Pflegeprogramm für die Obstwiesen

Das richtige Schneiden eines Obstbaums will gelernt sein. Am 21. April wird auf einer Obstwiese in Remmesweiler demonstriert, wie es geht.
Das richtige Schneiden eines Obstbaums will gelernt sein. Am 21. April wird auf einer Obstwiese in Remmesweiler demonstriert, wie es geht. FOTO: blv-verlag
St. Wendel. Ein Ziel der regionalen Gartenbauvereine ist es, die Streuobstwiesen zu erhalten. Zur Pflege gehört da auch der richtige Schnitt. Von red

() „Wir packen an: Für die Zukunft von Streuobstwiesen“, so ist eine Mitteilung des Verbandes der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz überschrieben. Weiter heißt es: Obstwiesen sind aus unserer Landschaft nicht wegzudenken. Sie sind nicht nur schön anzusehen, sie sind auch wichtig für unsere Tier- und Pflanzenwelt und die leckeren Marmeladen, Säfte oder Obstbrände aus ihren Früchten möchte man auch nicht missen. Leider würden jahrzehntelang gut gepflegte Streuobstwiesen mehr und mehr nicht mehr bewirtschaftet, die Wiesen verbuschen und die Obstbäume vergreisen.


„Seit Jahren schon ist der Erhalt der Obstwiesen eines der Hauptanliegen des Verbandes der Gartenbauvereine“, sagt Felix Ackermann, beim Verband für Streuobst zuständig. „Mit der Initiierung dieses Projektes möchten wir dazu beitragen, den Verfall dieses in vielerlei Hinsicht wichtigen Kulturgutes zu stoppen.“ Die Organisation der einzelnen Termine liege in den Händen der jeweiligen Kreisverbände. Exemplarisch und beispielhaft würden dort in den nächsten Wochen und an verschiedenen Terminen mehrere Streuobstwiesen geschnitten. Mit diesen „Obstwiesen-Pflegetagen“ möchte der Verband nach eigener Aussage auf den dringenden Pflegebedarf der Streuobstwiesen hinweisen und einen Schnitt in die richtige Richtung machen. „An diesen Tagen werden mit tatkräftiger Beteiligung von – so hoffen wir – bekannten Persönlichkeiten, Funktionären des Verbandes und der Vereine sowie weiteren freiwilligen Helfern angepackt und Obstwiesen oder Obstalleen zu neuem Leben verholfen“, wirbt Ackermann um Mitmacher. Ziel sei es nicht nur, die Obstbäume zu schneiden, Misteln zu entfernen und Obstwiesen wieder herzurichten. Ziel sei es auch, auf das Problem vernachlässigter und schlecht gepflegter Streuobstwiesen, deren Rückgang und der damit einhergehenden Dezimierung von Tier- und Pflanzenarten, aufmerksam zu machen. „Wie schon gesagt: Die Ärmel hochkrempeln, gemeinsam anpacken ist hier unser Motto. Keine endlosen Gespräche und Diskussionen sondern Taten, die einen direkten Effekt erzielen.“ Denn auch die folgenden Generationen sollten Äpfel und Birnen an einem Baum pflücken können und diese nicht nur aus dem Supermarkt, in Plastik verpackten Styroporschalen, kennen.

Da gemeinsam auf den Wiesen arbeitet werde, sei auf entsprechende Kleidung zu achten und gegebenenfalls Werkzeug für den Obstbaumschnitt mitzubringen.