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G8
Orientierungsphase wäre optimal

Ich fände eine Orientierungsphase gut, bevor man sich für G8 oder G9 entscheiden muss – etwa nach der sechsten oder siebten Klasse. So haben die Kinder Zeit, sich nach der Grundschule an die neue Schulform zu gewöhnen. Sie könnten dann gemeinsam mit Eltern und Lehrern entscheiden, ob sie den schnelleren Weg wählen oder sich etwas mehr Zeit lassen. Das würde einige Umstrukturierungen mit sich bringen, die im Schulwesen, das weiß ich ja leider selbst, nicht immer so umsetzbar sind. Oft fehlen auch finanzielle Mittel für Lehrkräfte und Ausstattung. Ich denke, dass ich durch G8 keine großen Vorteile hatte, außer dass ich etwas früher ins Studium und damit ins Berufsleben gestartet bin und etwas früher mein eigenes Geld verdienen konnte. Meiner Meinung nach gab es wegen des fehlenden Jahres wenig Möglichkeiten für Projekte. Sich mal so richtig mit einem Thema, welches man interessant findet, auseinanderzusetzen, auf Probleme zu stoßen und diese zu lösen, finde ich für meine Schüler sehr wichtig und unheimlich spannend.“

Anika Backes, 27 Jahre, aus Eiweiler, Grundschullehrerin in Algenrodt