Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:14 Uhr

In einer trügerischen Idylle

Walhausen. Drei Wochen hatte die achte Klasse dieses aktuelle Thema im Rahmen einer Werkstattinszenierung einstudiert. Das Erarbeiten des Stückes ging einher mit verstärktem sozialem Lernen, regte nach Angaben der Schule zur Beschäftigung mit den geschichtlichen Entwicklungen an, sowie mit der Theaterkunst überhaupt

Walhausen. Drei Wochen hatte die achte Klasse dieses aktuelle Thema im Rahmen einer Werkstattinszenierung einstudiert. Das Erarbeiten des Stückes ging einher mit verstärktem sozialem Lernen, regte nach Angaben der Schule zur Beschäftigung mit den geschichtlichen Entwicklungen an, sowie mit der Theaterkunst überhaupt. Als Begleitlektüre wurden im Jubiläumsjahr Schillers "Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen" erarbeitet. Die Kriminalkomödie "Arsen und Spitzenhäubchen" von Joseph Kesselring handelt von zwei älteren Damen, die ohne jedes Schuldgefühl ein Dutzend Männer ermorden, bis ein Neffe die "scheinheilige Familienidylle" aufdeckt. Das 1939 geschriebene Theaterstück verschaffte Kesselring unerwarteten Reichtum und Erfolg. Der 1944 nach dem Bühnenstück gedrehte Film mit Cary Grant, inszeniert von Frank Capra, wurde zu einem Filmklassiker in Kino und Fernsehen. Doch dass sein Stück als schwarze Komödie rezipiert wurde, löste bei Kesselring schwere Depressionen aus, denn er hatte sein Werk als ernstes Drama im Sinne Strindbergs konzipiert. Dieser doch sehr komplexe Kontext war für die meist 14-jährigen Schauspieler durch die guten Vorbereitungen leicht zugänglich. Es gelang bei beiden Vorführungen der ganzen Klasse durch ihre schauspielerische Leistungen die Zuschauer zum Nachdenken anzuregen. Während des Theaterstückes sei durch die gut aufgebaute und zur Schau gestellte Idylle das Rechtsempfinden der Zuseher dermaßen verdreht worden, dass sie den Mördern und Verrückten im Stück Erfolg wünschten und die rechtschaffenen Protagonisten mit vollem Einverständnis scheiterten, heißt es in einer Mitteilung der Schule. Da das Stück von einer gesellschaftskritischen Absicht getragen ist, habe es zudem nahegelegen, diese zu aktualisieren,. auf aktuelle Probleme einzugehen. Es wurde deshalb eine Ausstellung zum Geld- und Finanzwesen vorbereitet, die im Rahmen eines Oberstufenforums von Veronika Spielbichler aus Wörgl in Tirol präsentiert wurde. red