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Hochschule
Deutschlands grünste Hochschule

Blick auf den Umwelt-Campus in Neubrücke. Idyllisch liegt die Hochschule im Grünen.
Blick auf den Umwelt-Campus in Neubrücke. Idyllisch liegt die Hochschule im Grünen. FOTO: Christopher Müller-Dönnhoff
Homburg/Neubrücke. Der Umwelt-Campus Birkenfeld ist für sein Nachhaltigkeitskonzept in unterschiedlichen Facetten ausgezeichnet worden.

Der Umwelt-Campus Birkenfeld (UCB) hat es als erste deutsche Hochschule überhaupt unter die weltweit zehn grünsten Hochschulen bundesweit geschafft. Er hat sich von Platz 21 im Jahr zuvor auf Platz zehn im vergangenen Jahr 2017 verbessert. Außerdem konnte die Freie Universität Berlin überholt werden, die 2016 noch einen Rang vor dem Umwelt-Campus lag. Damit ist der Umwelt-Campus Birkenfeld die beste deutsche Hochschule im aktuellen Greenmetric-Ranking, das im Dezember veröffentlicht wurde.


Im Jahr 2017 nahmen am GreenMetric Ranking aus 76 Ländern insgesamt 619 Universitäten teil, 104 mehr als im vergangenen Jahr. Seit 2010 führt die Universitas Indonesia das Ranking rund um Nachhaltigkeits-Bemühungen. Zur Bewertung wurden sechs Indikatoren mit unterschiedlicher Gewichtung herangezogen: Infrastruktur (15 Prozent), Energie und Klimaschutz (21 Prozent), Abfallmanagement (18 Prozent), Wasser (zehn Prozent), Mobilität (18 Prozent) und Ausbildung (18 Prozent).
Den grünsten Campus weltweit hat die Universität Wageningen in den Niederlanden, gefolgt von der University of Nottingham in England und der University of California am Standort Davis in den USA.

Laut Gründungsvater und Ehrensenator Ernst Theilen war Letztere übrigens ein Vorbild bei der Gründung des UCB, einer Außenstelle der Fachhochschule in Trier.

In der Kategorie „Energie und Klima“ ist der Umwelt-Campus, wie bereits im Vorjahr, weltweit die Nummer eins. Der UCB erhielt daher eine Einladung, sein Null-Emissions-Konzept im kommenden April auf dem „International Workshop on UI Greenmetric (IWGM)“ in Indonesien vorzustellen. Die Kategorie „Energie und Klima“ hat das höchste Einzelgewicht im Ranking und bewertet Aspekte wie Energieeffizienz, Stromverbrauch, Energiestandards der Gebäude, Einsatz Erneuerbarer Energie und Reduktion von CO2-Emissionen.

„Seit der Gründung ist die kontinuierliche Weiterentwicklung des Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedankens in allen Bereichen ein festes Ziel des Umwelt-Campus. Mit der eindrucksvollen Positionierung im Green-Metric-Ranking verschafft sich der Umwelt-Campus globale Aufmerksamkeit und Anerkennung“, erklärt der Präsident der Hochschule Trier, Professor Norbert Kuhn. Und weiter: „Das ökologische Baukonzept, eine CO2-neutrale Energie-, Wärme- und Kälteversorgung sowie das breite Spektrum modernster Gebäude- und
Anlagentechniken bieten einen einzigartigen Ort zum Leben, Lernen und Arbeiten.“ Um sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts national und international zu stellen, werde eine Wissenschaftskultur gefördert, die über die Grenzen der Fachdisziplinen hinweg die Zukunftsprobleme der Gesellschaft bearbeitet.



Der Nachhaltigkeits-Beauftragte des Umwelt-Campus, Professor Klaus Helling, ordnet den Erfolg wie folgt ein: „Damit sind wir nicht nur als grünste Hochschule Deutschlands national ganz vorn, sondern spielen auch international in der ersten Liga in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Und ich denke, dass daraus ein Schub für die laufende Internationalisierung der Hochschule entsteht.“