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Zahlen zu Schmidt Küchen
Das Küchenbuffet Heidi war das erste Schmidt-Produkt

Türkismühle. Hier einige Zahlen zum Familienunternehmen, zur Verfügung gestellt von Schmidt Küchen. Von Melanie Mai

Schmidt Küchen ist der fünftgrößte Küchenhersteller Europas, Nummer eins in Frankreich. Der Werkumsatz 2017: 534 Millionen Euro. Die Schmidt Groupe fertigt rund 1 125 000 Möbelelemente pro Jahr, täglich werden allein 6000 Schubkästenböden gebaut. Am Gesamtvolumen der Fertigung macht der saarländische Anteil rund zehn Prozent aus. Neben dem Stammhaus in Türkismühle produziert die Gruppe ansonsten nur im Elsass – ein Werk befindet sich in Lièpvre, drei Werke sind in Sélestat. Hinzu kommt ein Verpackungsdepot in Bergheim. Die Gruppe fertigt auf einer Fläche von rund 181 000 Quadratmetern (25 000 Quadratmeter in Türkismühle). Pro Werktag stellen in allen Möbelfabriken 1648 Mitarbeiter etwa 700 Küchen her und vearbeiten 2,2 Millionen Einzelprodukte – vom Beschlagknopf über das Elektrogerät bis hin zur Front. In Türkismühle sind 172 Arbeitnehmer beschäftigt, die pro Tag aus rund 5000 Einzelteilen rund 80 Küchen bauen.


Hubert Schmidt war gerade einmal 27 Jahre alt, als er 1934 den Grundstein für das Unternehmen legte. Damals hatte sich der Saarländer noch auf den Bau individueller Häuser spezialisiert. Nach Kriegsende fand das Saarland seinen Neuanfang als französisches Protektorat. Mit der Wiederangliederung an Deutschland startete auch Hubert Schmidt neu – nun aber mit der Fertigung von Küchenbuffets. „Heidi“ – so hieß das erste in Türkismühle produzierte Buffet 1959. Doch der Firmengründer war durch die erneute Zugehörigkeit des Saarlandes zu Deutschland von seiner nun größtenteils französischen Kundschaft wieder durch eine Grenze getrennt. Daher verlagerte er seinen Haupt-Produktionsstandort nach Lièpvre.