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Handball-Saarlandliga
Trotz Katastrophenjahr: Heidemann bleibt

Marko Heidemann, Trainer der HSG Nordsaar.
Marko Heidemann, Trainer der HSG Nordsaar. FOTO: Horst Klos / Horst Klos (Klosfoto)
Marpingen. Trainer des Handball-Saarlandligisten HSG Nordsaar verlängert Vertrag. Das Lazarett lichtet sich. Von Frank Faber

Die Handballer der HSG Nordsaar wollen sich an diesem Samstag (20 Uhr, Sporthalle Marpingen) vorzeitig den Verbleib in der Handball-Saarlandliga sichern. Mit einem Sieg gegen den Drittletzten der Tabelle, den TV Merchweiler (16:28 Punkte), wären alle Zweifel beseitigt. „Dann sind wir rechnerisch durch“, sagt Trainer Marko Heidemann, dessen Team mit 18:26 Punkten momentan den zehnten Tabellenplatz belegt.


In seinem ersten Jahr als Übungsleiter der HSG Nordsaar hat der 40-Jährige bislang eine Katastrophen-Saison hinter sich. Verletzungsbedingt hat er den Ausfall einer ganzen Mannschaft beklagen müssen, was sogar vor zwei Wochen zur Spielabsage in Niederwürzbach geführt hat.

Den Trainingsbetrieb unter der Woche bezeichnet Heidemann wegen der teilweise geringen Beteiligung mehr als Beschäftigungstherapie. „Wenn acht Spieler aus drei verschiedenen Mannschaften kommen, musst du was machen, damit alle ihren Spaß haben“, sagt der Trainer. Trotz einer Situation, die nicht gerade zu Euphorie-Ausbrüchen einlädt, wird Heidemann auch in der nächsten Spielzeit die HSG betreuen. „Ich habe mit der Mannschaft gesprochen und ihr gesagt, dass ich weitermache. Ein Großteil der Spieler bleibt ebenfalls weiter an Bord“, freut sich Heidemann.

Lediglich Linksaußen Jan-Luca Schön habe ihm aus beruflichen Gründen nicht für das Saarlandliga-Team zusagen können. „Ich bin niemand, der ein Sodom und Gomorrha hinterlässt und abhaut. Deshalb werde ich alles dransetzen, dass es in der kommenden Saison besser läuft“, erklärt Heidemann.

Um den Mannschaftskader etwas zu vergrößern, will er die Nachwuchsspieler Jonas Birtel und Fabian Möhlecke dazunehmen. Zudem befinde man sich mit einem möglichen externen Neuzugang im Gespräch. Priorität habe aber zunächst ein Erfolg über Merchweiler – und so langsam lichtet sich auch das HSG-Lazarett. Rückraumspieler Tobias Hans wird nach seinem Fingerbruch ebenso wie Kreisläufer Joshua Wolf, der von einer Knieverletzung zurückkommt, wieder auf der Auswechselbank sitzen. „Wenn nötig, werden beide ein paar Minuten spielen, um anderen etwas Luft zu verschaffen“, erklärt Heidemann. Ansonsten kann er das gleiche Aufgebot aufs Parkett schicken, das zuletzt beim 30:25-Heimsieg über den SV Zweibrücken II im Einsatz war.