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Wettbewerb: Hoof und Remmesweiler überzeugen die Jury

Wettbewerb : Hoof und Remmesweiler überzeugen die Jury

Mit guten Konzepten zur Aufrechterhaltung des Dorflebens haben sich gleich zwei St. Wendeler Stadtteile beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ durchgesetzt.

() Die Dörfer Hoof und Remmesweiler sind fit für die Zukunft. Beide St. Wendeler Stadtteile landeten beim 26. Wettbewerb des Kreisentscheids „Unser Dorf hat Zukunft“ ganz vorne (wir berichteten kurz). Landrat Udo Recktenwald (CDU) gratulierte am Freitag im Hoofer Dorfladen-Bistro den Siegerdörfern. „Dass sich elf Dörfer am Wettbewerb beteiligt haben, ist ein Gewinn. Wir sind sehr stolz auf diese Teilnehmerzahl, sie belegt den positiven Auftrieb des Wettbewerbs“, stellte der Landrat heraus.

An drei Tagen hatte die Kreisjury elf Teilnehmerdörfer unter die Lupe genommen. Entscheidend für die Bewertung war, wie sich das Dorf in den letzten Jahren entwickelt hat und wie die Bewohner dazu beigetragen haben. Keine leichte Aufgabe für die Kommission. „Alle Dörfer haben durch vorbildliche Projekte überzeugen können“, erklärte Kreisjury-Chef Michael Keller.

In Hoof war die Freude über eine gelungene Titelverteidigung riesig. „Mit dem Anspruch sind wir selbstbewusst angetreten. Mein Dank geht an alle Bürger, die den Sieg erst möglich gemacht haben“, sagte Ortsvorsteher Gernot Müller (SPD). Der 950-Einwohner-Ort im Ostertal hat seine zahlreich bestehenden Initiativen und Projekte aufrechterhalten und konsequent weiterentwickelt. „Und das über einen längeren Zeitraum“, ergänzte Jurymitglied Thomas Gebel. In den entscheidenden Kriterien der Dorfentwicklung setzt Hoof laut Kreisjury eigene Maßstäbe. Das Engagement der „Heemer“ vom sozialen bis zum künstlerischen Bereich- wurde gezielt gefördert und für die Dorfgemeinschaft aktiviert. Hier einige Beispiele: Das Projekt der „Heemer Betreuungshelferin“ ist um den Baustein „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ erweitert worden. Ein Flüchtlingshelfernetzwerk wurde im Bereich Integration eingerichtet und interkulturelle Begegnungsfeste gefeiert, Mitfahrerbänke sind in Eigenregie aufgestellt worden und das Dorfladen-Bistro erfuhr durch die Gestaltung eines Biergartens eine zusätzliche Aufwertung. „Wir werden nun doch noch eine Feier organisieren“, kündigte Ortsvorsteher Müller an. Auf die zehnjährige Jubiläumsfeier des Vereins zur Förderung der Dorfentwicklung hatten die Hoofer kürzlich wegen der aufwendigen Präsentationsplanung des Dorfwettbewerbs verzichtet.

Siegerehrung im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ mit (von links): Gernot Müller, Udo Recktenwald und Leander Alles. Foto: Frank Faber

Als weiterer Kreissieger machte Remmesweiler das Rennen. „Als Jury hätte ich genauso gehandelt“, scherzte Ortschef Leander Alles (CDU). Und womit hat das 860-Einwohner-Dorf gepunktet? Als Dreh- und Angelpunkt für vielfältige Aktivitäten wird das Dorfgemeinschaftshaus genutzt. Es hat sich als multifunktionaler Treffpunkt und Begegnungsstätte für alle Generationen bewährt. Zudem verfügt die Feuerwehr über einen separaten Schulungsraum. Die Saarlandfrauen konnten das Projekt „Koche, esse, schwätze“, einen Treff für ältere Bürger, etablieren. Das alle zwei Jahre stattfindende Dorfcamp für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 16 Jahren vermittelt soziale Kompetenzen und die Bedeutung einer gut funktionierenden Dorfgemeinschaft. Weitere Angebote für den Nachwuchs in Remmesweiler sind das „Vater-Kind-Zelten“ sowie die Kindergarten-Busbegleitung, damit die Kleinen nicht ohne Aufsicht im Kindergartenbus in den Nachbarort fahren. Das Projekt „Smart Village“ soll künftig die Aufrechterhaltung der Nahversorgung für Jung und Alt gewährleisten. „Wir sind richtig zufrieden“, freute sich Ortsvorsteher Alles. Im kommenden Jahr vertreten Hoof und Remmesweiler den Landkreis beim Wettbewerb auf Saarlandebene.