Agentur für Arbeit legt die Arbeitsmarktstatistik für St. Wendel vor

Fazit für 2018 : Arbeitsmarkt im Landkreis St. Wendel war stabil

Auch im Dezember hat die Region im Vergleich mit anderen Landkreisen im Saarland die deutlich niedrigste Arbeitslosenquote.

(red) Der Arbeitsmarkt im Landkreis St. Wendel hat im Dezember etwas geschwächelt. Das sei aber nach Einschätzung der Agentur für Arbeit „jahreszeitlich bedingt“. Somit hat sich die Zahl der Arbeitslosen im gerade abgelaufenen Monat gegenüber November um neun auf 1455 erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr kann sich die Zahl dennoch sehen lassen. Denn gegenüber Dezember 2017 ist die Arbeitslosigkeit um 52 gesunken. Wie die Agentur für Arbeit weiter mitteilt, hebt sich das St. Wendeler Land mit einer Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent deutlich von den übrigen Landkreisen im Saarland ab. Die Arbeitslosenquote liegt im Landkreis Merzig-Wadern bei 4,1 Prozent, im Landkreis Saarlouis bei 4,5 Prozent, im Saarpfalz-Kreis bei 4,9 Prozent und im Landkreis Neunkirchen bei 6,3 Prozent. Die höchste Quote hat der Regionalverband Saarbrücken mit 7,8 Prozent vorzuweisen.

„Der Arbeitsmarkt in der Region hat sich im abgelaufen Jahr in einer sehr stabilen Verfassung gezeigt. Trotz eingetrübter Konjunkturaussichten wird die anhaltende Nachfrage nach gut ausgebildetem Personal auch im Jahr 2019 einen leichten Abbau der Arbeitslosigkeit bewirken“, erwartet Jürgen Haßdenteufel, Leiter der Agentur für Arbeit Saarland. Schon jetzt könnten Unternehmen immer häufiger Stellen für Fachkräfte und ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen. „Dabei können die Arbeitgeber schon jetzt ein Stück weit zur Entspannung beitragen und die Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten nutzen, die wir ihnen anbieten,“ betont Haßdenteufel. Mit dem Qualifizierungschancengesetz werde mit Beginn des Jahres die Weiterbildungsförderung Beschäftigter unabhängig von Ausbildung, Lebensalter und Betriebsgröße verstärkt. Damit solle vor allem Beschäftigten, die von Strukturwandel und Digitalisierung betroffen sind, ermöglicht werden, ihre beruflichen Kompetenzen weiter zu entwickeln. Damit nicht genug. Wie Haßdenteufel weiter berichtet, bietet das Teilhabechancengesetz weitere Möglichkeiten. So können Langzeitarbeitslose mit hohem Lohnkostenzuschuss eingestellt werden. „Geschickt eingesetzt, können sie Fachkräfte von einfachen Tätigkeiten entlasten und diese ihre eigentliche Fachkräftearbeit machen lassen“, findet der Leiter der Agentur für Arbeit Saarland.

Das Jobcenter im Landkreis St. Wendel verzeichnete im aktuellen Monat einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit (plus neun auf 746). Damit lag sie um 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Jugendarbeitslosigkeit besteht im Zuständigkeitsbereich des Jobcenters weiterhin nicht. Wie die Agentur für Arbeit erläutert, waren 211 der von Arbeitslosigkeit Betroffenen 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund sieben Prozent verringert. Mehr als ein Drittel der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen ist gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Mit 257 Langzeitarbeitslosen betrug ihr Anteil an allen Arbeitslosen 34,5 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 14 Prozent.

Ein Blick auf den Stellenmarkt zeigt: Unternehmen in der Region haben im Dezember insgesamt 228 freie Stellen neu gemeldet, 36 mehr als im November. Aktuell sind noch 766 Jobs unbesetzt. Die überwiegende Zahl der Jobangebote gab es zuletzt unter anderem in der Zeitarbeit, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel oder im Gastgewerbe.

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