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Qual der Wahl: Viele bunte Bälle

Qual der Wahl: Viele bunte Bälle

Sieben Minigolf-Anlagen gibt es im St. Wendeler Land. Teils werden sie für Turniere genutzt, teils sind sie als reiner Freizeitspaß gedacht. Die St. Wendeler Redaktion hat sich aufgemacht, die Anlagen genauer zu inspizieren. Dieses Mal im Check: die Minigolf-Anlage in Oberthal.

SZ-Redakteurin Evelyn Schneider fischt zufrieden den Ball aus der Steingrube – versenkt!
So jubelt ein Sieger: Praktikantin Chiara Recktenwald hat gerade ein Ass geschlagen.

Vorbei an Tennisplätzen und Kegelhalle geht's in Oberthal zu einer weiteren Anlage zum Sporteln: dem Minigolf-Parcour. Die 1978 von der Gemeinde gebaute Anlage ist an den Minigolfclub Oberthal verpachtet. Ingrid Keiper begrüßt hier die Gäste. Damit die nicht nur Spaß haben, sondern auch etwas über den Sport lernen, nimmt sich ein Vereinsmitglied immer Zeit, um an Bahn 18 ein paar Tricks und Kniffe zu erklären. Dann kommt auch ein Profiball zum Einsatz.

Apropos Bälle. Die gibt Ingrid Keiper in einem kleinen, blauen Körbchen an die Spieler aus. Drei sind es. Und die haben unterschiedliche Eigenschaften. "Der in Rosa ist für Bahn 9 und 10", instruiert sie. Der Rote sei etwas flotter als der Gelbe.

Werden wir Laien den Unterschied bemerken? Gespannt geht es zu Bahn 1. Dort fällt auf, dass auch der Schläger nicht üblicher Standard ist, denn das Eisen ist mit Schutzkappe überzogen. Ein anderes Spielgefühl. Außerdem ist am Griff eine schwarze Kappe mit Kniff: Damit lässt sich der Ball ohne Bücken aufheben.

Teilweise steht eine Ablage für die Ergebniskarten samt Haken, um die Handtasche dranzuhängen, an den Hindernissen bereit. Früher gab es sie an allen 18 Bahnen. Doch sind sie teils zerstört teils geklaut worden, wie Keiper berichtet. Aufgedruckt auf jede Bahn ist der Hinweis: Bitte nicht betreten. Die meisten Spieler hielten sich daran, aber Ausnahmen gebe es immer, sagt Keiper. Die Bahnen haben schon 37 Jahre auf dem Buckel und Zeichen des Alters sind zu erkennen. Aktuell hat die Hitze ihnen zu schaffen gemacht. "An einigen Stellen ist der Belag aufgeplatzt", berichtet Keiper.

Die Anlage liegt fast komplett im Schatten, deshalb sind keine Sonnenschirme aufgestellt. Es gibt drei Bänke und einen Mülleimer. Der Schwierigkeitsgrad steigert sich, scheint in der Mitte aber gefühlt am höchsten zu sein. Denn Bahn Nummer 9 ist der Weitschlag ins Netz. Gefürchtet! Ob der rosafarbene Spezialball hilft?

Am Ende steht sowohl bei SZ-Redakteurin Evelyn Schneider als auch bei Praktikantin Chiara Recktenwald jeweils eine 7. Sie nehmen's sportlich und geben nicht dem Ball die Schuld. Bei Bahn 10, der Spirale, soll der Ball in Rosa wieder die clevere Wahl sein. Und tatsächlich! Evelyn Schneider schafft ein Ass. Übrigens auch an Bahn 13. Chiara Recktenwald gelingt das Ein-Schlag-ein-Treffer-Prinzip auch: an Bahn 4 und 5. Das Frauen-Team ist stolz, aber an die Vorgabe von 40/50 Schlägen als talentierter Anfänger kommen sie nicht ran. Ebenfalls in weiter Ferne: der Bahnrekord von 18 Schlägen. Endergebnis beim SZ-Team: Evelyn Schneider 62, Chiara Recktenwald 68.

Nach der Runde Miniatur-Golf können es sich die Gäste auf der Terrasse vorm Kassenhäuschen bequem machen. Hier gibt's Tische, Stühle und Sonnenschirme . Das Angebot reicht von Eis am Stiel, über nicht-alkoholische Getränke bis zu alkoholischen Getränken. Die Cola kostet 1,20 Euro, ein Bier 1,50 Euro.

Fazit: Auf der Oberthaler Minigolf-Anlage gibt es einen Schwierigkeits-Höhepunkt. Die Anordnung kommt beim SZ-Team gut an. Freizeitspieler können verschiedene Bälle ausprobieren. Vielleicht wird dabei die Lust auf mehr geweckt. Nett auch der Sauger am Schlägergriff zur Ballaufnahme. Den haben Profispieler auch, um sich nicht bücken zu müssen.

Minigolfanlage in Oberthal : geöffnet von Mittwoch bis Sonntag, jeweils von 14.30 bis 19 Uhr. Montag und Dienstag sind Ruhetag. Ausnahme: Ferien und Feiertage. Erwachsene zahlen 1,50 Euro, Jugendliche bis 18 Jahre einen Euro.

minigolf-oberthal.de