Fußball: Hurth schießt Dillingen aus dem Pokal

Fußball : Hurth schießt Dillingen aus dem Pokal

Saarlandliga-Tabellenführer VfB Dillingen ist überraschend in der ersten Hauptrunde des Saarlandpokals gescheitert. Der VfB zog bei Verbandsligist Perl-Besch mit 1:4 nach Verlängerung den Kürzeren. Auch die FSG Bous schied aus.

Die zweite Hauptrunde des Fußball-Saarlandpokals am 18. Oktober wird ohne Saarlandligisten aus dem Landkreis Saarlouis stattfinden. Nach dem Ausschluss der SG Lebach-Landsweiler (wir berichteten) scheiterten der FV Schwalbach, die FSG Bous und der VfB Dillingen in der ersten Hauptrunde.

Schwalbach hatte sich bereits am Mittwoch vor einer Woche durch ein 1:4 bei der SG Saarlouis-Beaumarais verabschiedet, an diesem Mittwoch folgten Bous und Dillingen. Aufsteiger Bous musste sich Oberligist SV Saar 05 Saarbrücken mit 0:4 geschlagen geben. Nach Treffern von Kapitän Jannik Schliesing (17. Minute) und Sebastian Piotrowski (25.) führte der Favorit schnell. Albert Becker (55.) und Lars Anton (73.) legten dann nach der Pause noch nach. Während das Bouser 0:4 keine Überraschung war, kann man das 1:4 nach Verlängerung von Tabellenführer VfB Dillingen bei Verbandsligist SG Perl-Besch dagegen schon in diese Kategorie einordnen.

Held des Spiels bei der klassentieferen SG war dabei Pascal Hurth. Der 22-Jährige traf zunächst per Foulelfmeter in der siebten Minute zum 1:0. In der Verlängerung gelang ihm dann – ebenfalls per Strafstoß das 2:1 in der 103. Minute. Dann sorgte der Mittelfeldspieler in der 118. Minute mit dem 3:1 für die Entscheidung. Knapp 60 Sekunden später legte Teamkollege Sven Schmitz noch das 4:1 nach.

Den Dillinger Ausgleichstreffer in der regulären Spielzeit hatte Hassan Srour in der 54. Minute erzielt. „Wir hätten gerne im Pokal für etwas Furore gesorgt“, ärgerte sich Dillingens Vorsitzender Josef Schya über die Niederlage. „Wir haben es durch die Niederlage verpasst, eventuell in der kommenden Runde gegen einen attraktiven Gegner noch ein wenig Geld zu verdienen.“

Eine Runde weiter – wenn auch mit Mühe – ist dagegen Oberligist FV Diefflen. Der FV setzte sich dank zweier später Treffer mit 4:2 auf dem Hartplatz von Saarlandligist FSG Ottweiler-Steinbach durch. Chris Haase traf in der 79. Minute zum 3:2. Michael Fritsch legte in der 88. Minute das 4:2 nach.

Knapp gescheitert sind dagegen Bezirksligist SSC Schaffhausen und Landesligist SV Düren-Bedersdorf in ihren Begegnungen gegen Saarlandligisten. Düren-Bedersdorf kassierte beim 1:2 gegen den SV Bübingen seine erste Saison-Niederlage in einem Pflichtspiel in dieser Runde. Mathias Lilig hatte eine 2:0-Pausenführung für die Gäste herausgeschossen. Jascha Walzinger gelang kurz nach der Pause das 1:2-Anschlusstor für den Außenseiter.

Schaffhausen zog gegen den TuS Herrensohr ebenfalls knapp den Kürzeren. Hier hieß es am Ende 3:4. Ganz bitter für den SSC: Nach einem 1:3-Rückstand war der Bezirksligist durch Treffer von Justin Thieser und Kevin Thinnes eine Viertelstunde vor Schluss zum 3:3-Ausgleich gekommen. Doch Manuel Schuck beendete mit seinem Treffer zum 4:3 für Herrensohr in der Nachspielzeit die Träume der Gastgeber von einer Überraschung.

Raus ist auch der FSV Hemmersdorf. Der Tabellenvorletzte der Verbandsliga Süd-West zog beim Nord-Ost-Verbandsligisten FC Palatia Limbach mit 0:5 den Kürzeren. Ebenfalls beendet ist die Pokal-Saison für Landesligist SF Hostenbach. Die Sportfreunde unterlagen beim ambitionierten Bezirksligisten SG St. Wendel mit 1:3.

Die nächste Pokalrunde wird übrigens am Samstag gegen 19.45 Uhr nach der Landesliga-Partie der SF Hüttersdorf gegen Düren-Bedersdorf ausgelost. Mit im Lostopf sind dann auch die Gastgeber. Die bezwangen am Mittwoch den Nord-Landesligisten SV Wustweiler deutlich mit 6:1.

Saarlandliga-Schlusslicht FV Schwalbach, im Pokal bereits vor einer Woche bei der SG Saarlouis-Beaumarais ausgeschieden, muss heute in der Liga ran. Um 19 Uhr tritt das Team zum richtungsweisenden Kellerduell beim kriselnden Vorjahres-Vizemeister VfL Primstal an. Der ist derzeit mit zwei Punkten mehr auf dem Konto nur Drittletzter der Tabelle.

Mehr von Saarbrücker Zeitung