Streit geht weiter Vorstand der Linken in Bous tritt geschlossen zurück

Bous · Der Bouser Linken reicht’s: Die Querelen im Landesvorstand zerstörten die Arbeit der Partei vor Ort, klagen sie. Solche Parteigenossen wollen sie nicht länger unterstützen.

 Fällt auf: Die Linke im Saarland bleibt zerstritten.

Fällt auf: Die Linke im Saarland bleibt zerstritten.

Foto: dpa/Hendrik Schmidt

Der Vorstand der Partei Die Linke in Bous ist aus Protest gegen den Landesvorstand der Partei geschlossen zurückgetreten. Das teilte der Ortsverband am Donnerstag mit. Der bisherige Vorstand mit Günter Michel an der Spitze erklärte, „die durch die Presse veröffentlichten Aussagen und Schuldzuweisungen von

Wahlmanipulationen innerhalb der Partei ist für den OV Bous nicht mehr zu akzeptieren. Die jahrzehntelang geleistete Arbeit für die Partei wird immer mehr beschädigt. Wir erkennen nicht mal den Ansatz einer gütlich gewollten Zusammenarbeit innerhalb des Landesvorstandes.“ Die Linke in Bous (Kreis Saarlouis) erreichte bei den Kommunalwahlen 2014 11,4 Prozent und ist mit drei Mitgliedern im Gemeinderat vertreten.

Hintergrund sind die Rücktritte der drei MItglieder im Landesvorstand Heinz Bierbaum, Leo Stefan Schmitt und Elmar Seiwert. Auch sie vermissten bei der „Mehrheit des Landesvorstandes“ einen „Willen zur Integration“. Zudem sieht sich der Landesvorstand Vorwürfen den Manipulation von Mitgliederzahlen ausgesetzt.

Die Bouser Linke kritisiert am Landesvorstand, „offensichtlich geht es einzig und allein um Postenversorgung und darum, beste Platzierungen für die nächsten Wahlen zu sichern. Es geht um Selbstversorgung auf Kosten der Ortsvereine und der Wähler.“ Weiter: „Wir werden für solche Mandatsträger keine Steigbügelhalter mehr sein.“

Die Bouser Linke „bittet alle Ortsvereine und Mitglieder, sich einzubringen, dass endlich Schluss sein muss mit diesen Machtkämpfen. Es ist offensichtlich, dass gewisse Mandatsträger eine Offenlegung der Mitgliederverwaltung verhindern wollen.“

(we)