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Im November soll die Kita fertig sein

Jägersfreude. Mitte Oktober 2011 war der erste Spatenstich für den Erweiterungsbau der Kita Jägersfreude. Und im November dieses Jahres soll die Einweihung vonstatten gehen. Die Kosten sind von 2,4 auf 3,1 Millionen Euro gestiegen. Von SZ-Redakteurin Michèle Hartmann

Es goss in Strömen, als die Jungen und Mädchen im Vorschulalter ihre Schäufelchen in die aufgeweichte Erde gruben und damit - analog zu der von Erwachsenen bevorzugten Zeremonie - quasi den ersten Spatenstich vollzogen. So also begannen Mitte Oktober des Jahres 2011 die Bauarbeiten für die neue Kindertagesstätte in Jägersfreude. Eigentlich sollte damals schon der Erweiterungsbau fertig sein, für geraume Zeit jedoch war die Finanzierung unklar. Doch dann waren endlich alle Unklarheiten beseitigt, es konnte losgehen. Dieser Tage aber stellt man fest, dass der Neubau noch immer nicht fertig ist. Robert Mertes von der Stadtpressestelle sagt, dass in Jägersfreude eine Kita mit vier altersgemischten Gruppen und zusätzlich eine Kindergartengruppe entstehe. Wenn die Bauarbeiten beendet sind, sollen in der neuen Einrichtung 65 Kindergarten- und 25 Krippenplätze in fünf altersgemischten Gruppen zur Verfügung stehen. Mertes: "Die Kinder werden zukünftig rund 1060 Quadratmeter Platz haben und auf zwei Etagen spielen können." Die Bauarbeiten an dem neuen Haus sollen bis Mitte September abgeschlossen sein, dann folgen die Einrichtung und die Vorbereitung des Umzugs aus dem alten Gebäude. Die Kita soll voraussichtlich zum 4. November starten.

Im Übrigen hätten sich Mehrkosten "durch die schwierige Hanglage und den daraus entstandenen Mehraufwand bei der Gründung und beim Rohbau" ergeben. Ursprünglich waren die Kosten bei 2,4 Millionen Euro veranschlagt, jetzt betragen die Baukosten 3,1 Millionen Euro. "Insgesamt sind wir aber bei der Entwicklung der Kosten der sechs Kita-Neubauten in Saarbrücken im finanziellen Rahmen, wir liegen aktuell unter dem im Wirtschaftsplan verfügbaren Gesamtbudget", erklärt Robert Mertes. Durch die Vergabe mehrerer Aufträge an dieselben Planungsbüros beispielsweise hätten - durch Wiederholungsleistungen bei Planern und Ingenieuren - über 20 Prozent der Nebenkosten eingespart werden können. Daher sei die Entscheidung, die Einrichtungen neu und mit standardisierten Grundrissen zu bauen, richtig gewesen. Die Mehrkosten der Kita Jägersfreude könnten durch die insgesamt erzielten Einsparungen abgefangen werden. Rund 70 Prozent der Bausumme würden der Bund, das Land und der Regionalverband tragen.