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60 Polizisten im Einsatz
600 Menschen bei Demo im Eurobahnhof

Kurdische Demonstranten besetzen am Mittwoch in Saarbrücken den Hauptbahnhof und demonstrieren gegen die Türkei. Die Polizei konnte das Erstürmen des Bahnhofs nicht vermeiden.
Kurdische Demonstranten besetzen am Mittwoch in Saarbrücken den Hauptbahnhof und demonstrieren gegen die Türkei. Die Polizei konnte das Erstürmen des Bahnhofs nicht vermeiden. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Bis zu 600 Demonstranten haben am Mittwochabend am Hauptbahnhof Saarbrücken gegen den Einsatz der türkischen Armee in Nordsyrien protestiert. Von Ute Kirch
Ute Kirch

Die fast dreistündige unangemeldete Kundgebung, an der hauptsächlich Kurden teilnahmen, verlief nach Polizeiangaben zunächst friedlich.


Anfangs versammelten sich 70 Personen vor der Europagalerie. Im Laufe des Abends wuchs diese Gruppe auf rund 600 Leute an. Einige Personen stürmten dann die Bahnhofsvorhalle, setzten sich dort auf den Boden und demonstrierten. Die Bundespolizei setzte zur Sicherung „alle verfügbaren Kräfte" ein. Wegen des Fußballspiels zwischen Homburg und Saarbrücken waren ohnehin mehr Bundespolizisten als sonst verfügbar und etwa 60 Beamte im Einsatz.

Die Stimmung war nach Polizeiangaben sehr aggressiv. Die Menschenmenge zog nach rund einer Viertelstunde im Bahnhof weiter in Richtung Innenstadt. Nach Angaben der Polizei gab es keine Verletzten und keine Festnahmen. Insgesamt dauerte die unangemeldete Kundgebung fast drei Stunden.



In mehreren deutschen Städten gab es am Abend und in der Nacht zu Donnerstag solche Demos, unter anderem in Stuttgart, Köln und Hamburg, vor allem in der Nähe von Hauptbahnhöfen.