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Hier geht’s um die Rückkehr zu G9: Einfach unerhört

Hier geht’s um die Rückkehr zu G9 : Einfach unerhört

Vor zehn Jahren wurde im Saarland das Abitur nach 12 Jahren eingeführt. Das nennt sich verkürzt G8. Eine Elterninitiative will zu G9 zurückkehren. Das beschäftigte uns diese Woche.

Seit Mittwoch kann man - sofern es einen interessiert - sich auf den Weg machen in Richtung Bürgeramt Saarbrücken-City, um seine Stimme abzugeben für die Rückkehr zum neunjährigen Abitur. Die Elterninitiative „G9 jetzt!“ hat dieses Volksbegehren auf den Weg gebracht. Deren Sprecherin, Katja Oltmanns, ärgert sich auch im Namen ihrer Mitstreiter allerdings darüber, dass man nur in einem der vier Saarbrücker Bürgerämter sein Votum abgeben kann, somit ist auch Dudweiler außen vor. Die Stadt Saarbrücken steht auf dem Standpunkt, dass man denjenigen, die beim Volksbegehren mitmischen möchten, durchaus zumuten kann, in einem Zeitraum von drei Monaten das Amt in der City aufzusuchen.

Wie dem auch sei, ich werde mit meiner Unterschrift das Anliegen der Elterninitiative unterstützen. Weil ich G8 als Zumutung begreife. Abitur in neun Jahren war, wenn ich mich an meine gymnasiale Zeit in Sulzbach erinnere, auch kein lockerer Spaziergang. Man musste schon - wenn man nicht gerade zu den Genies gehörte - einiges leisten.  Das Ganze jedoch in acht Jahren? Einfach unerhört. Die Menschheit wird immer älter, Hundertjährige sind  schon nichts mehr Besonderes. Und dann quält die Politik die Schüler mit G8. Vor allen Dingen hat man mittlerweile festgestellt, dass die jungen Leute sich nach dem Abitur nicht beeilen, eine Lehre zu beginnen oder an die Uni zu kommen. Statt dessen machen viele ein Sabbatjahr, verbringen ihre Zeit im Ausland oder sonstwie. Was mich wiederum diebisch freut.