Sorge vor dem Schwerlastverkehr

Der geplante Ausbau des Kalktagebaus in Rubenheim ist weiterhin in der Bevölkerung umstritten. Nach Angaben der Interessengemeinschaft Erfweiler-Ehlingen ist der Widerstand in der Bevölkerung groß.

Viele Bürger nutzen derzeit die Möglichkeit, im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung schriftlich zu dem Vorhaben, den Kalktagebau in Rubenheim auf 37,1 Hektar zu erweitern, Stellung zu nehmen. Das zumindest erklärt die Interessengemeinschaft Erfweiler-Ehlingen (IGEE). Über 430 Menschen aus Erfweiler-Ehlingen und der Umgebung hätten bisher schriftlich ihre Ablehnung gegen das Vorhaben ausgedrückt. "Als Interessengemeinschaft haben wir es als unsere Pflicht angesehen, den Bürgerinnen und Bürgern, die sich im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum oben genannten Verfahren zu dem Vorhaben äußern möchten, unsere Hilfe beim Erstellen und Ausdrucken von schriftlichen Stellungnahmen anzubieten", wie ein Sprecher der Interessengemeinschaft Erfweiler-Ehlingen , Manfred Adolph, mitteilt.

Bürger nehmen Stellung

"Viele Bürgerinnen und Bürger sind auf uns zugekommen und haben unsere Hilfe sehr gerne und dankbar angenommen, auch deshalb, weil gerade auch ältere Leute nicht über die technische Ausstattung wie PC und Drucker verfügen. Andere haben uns mitgeteilt, dass sie bereits selbst entsprechende Stellungnahmen verfasst haben oder dies noch tun werden."

Die größte Sorge der Einwohner von Erfweiler-Ehlingen sei, dass der Schwerlastverkehr durch den Ort, wie er seit der Inbetriebnahme des Tagebaus stattfindet, für weitere Jahrzehnte in der Intensität bestehen bleibe oder sich gar erhöhe. Viele Anwohner der Ortsdurchfahrtsstraße sorgten sich um ihre Gesundheit, Haus- und Grundbesitzer befürchteten Schäden an ihren Häusern oder einen Wertverlust ihrer Immobilien. Auch die Auswirkungen auf Umwelt und Natur, Tier- und Pflanzenwelt in der Umgebung des Steinbruchs würden als Gründe für die Ablehnung des Vorhabens genannt. Welche Auswirkungen die Erweiterung des Tagebaus auf dem Hanickel aus geologischer Sicht haben wird, scheine unklar. Ein geologisches Gutachten gebe es nicht. "Wir erwarten in den verbleibenden Wochen bis zum Ablauf der Abgabefrist noch weitere Schreiben und werden dann alle zusammen an die Gemeindeverwaltung überbringen", so der Sprecher der Interessengemeinschaft in einer Mitteilung.