1. Saarland
  2. Neunkirchen
  3. Neunkirchen

Ein Oktoberfest in "feiner Variante"

Ein Oktoberfest in "feiner Variante"

Neunkirchen. Blau-weiß gedeckte Bierzelt-Garnituren, Trachten-Modepuppen und eine überlebensgroße Kuhattrappe und anderes Ambiente sorgten gestern auf dem Stummplatz für bayerisches Flair. Grund: Stadt und Verkehrsverein Neunkirchen rührten schon mal die Werbetrommel für das Neunkircher Oktoberfest (26. bis 28. Oktober)

Neunkirchen. Blau-weiß gedeckte Bierzelt-Garnituren, Trachten-Modepuppen und eine überlebensgroße Kuhattrappe und anderes Ambiente sorgten gestern auf dem Stummplatz für bayerisches Flair. Grund: Stadt und Verkehrsverein Neunkirchen rührten schon mal die Werbetrommel für das Neunkircher Oktoberfest (26. bis 28. Oktober). Zwar sind es noch sechs Wochen hin bis zur bajuwarischen Gaudi unter den Augen vom Stumm Karl, doch der "krönende Abschluss der saarländischen Festsaison" - so sehen es die Veranstalter -, ist schon jetzt aller Aufmerksamkeit wert. Auch der Slogan "Neunkirchen - Weil I Di mog", der unter anderem auf Lebkuchenherzern prangt, scheint da unausweichlich."Klein und fein" nannte Oberbürgermeister Jürgen Fried die Neunkircher Variante. "Damit heben wir uns von den üblichen Veranstaltungen dieser Art ab", so der OB, der sich ebenso wie Verkehrsvereins-Vorsitzender Sascha Ahnert mit blau-weiß-kariertem Hemd unterm Jackett dezent bayernfreundlich gab. "Wir haben einen neuen Stil kreiert, der ankommt", stellte Ahnert fest.

Das kommende Oktoberfest wird erstmals von der neuen City-Managerin Jessica Strube betreut. Ihre Handschrift sei dabei erkennbar, merkte Rathauschef Fried an. Strube selbst hob hervor, dass man für die drei Tage ein "tolles Musikprogramm" auf die Beine gestellt habe und wies darauf hin, dass das Fest wieder mit einem verkaufsoffenen Sonntag verbunden ist.

Festzeltwirtin Helga Reichelt sprach ebenso wie der Verkehrsvereinschef von "zivilen Preisen". Der Eintritt - je fünf Euro am Freitag- und Samstagabend, der Sonntag ist frei - sei gegenüber vergleichbaren Festen im Umland moderat. Und der Preis für die Maß Festbier aus Homburger Quellen bleibt stabil: 7,40 Euro - gut zwei Euro weniger als beim Oktoberfest-Original in München.

Die Nachfrage für die Neunkircher Stummplatz-Wies'n scheint jedenfalls rege: "Freitags ist die Bude schon recht voll, auch der Samstag zieht an", so Jessica Strube. Sie empfiehlt daher, umgehend Tische im knapp 1000 Leute fassenden Zelt zu reservieren. Diese können über E-Mail (reservierung@zelte-reichelt.de) gebucht werden.

Aber auch schon gestern waren die Fans bayerischer Gaudi auf dem Stummplatz gefragt. Sie konnten den "bajuwarischen Dreikampf" ausprobieren: Maßkrug-Stemmen auf Zeit, Melken (an der Kuhattrappe) und Kieselsteinzielwerfen in Milchkannen. Unter den Teilnehmern wurden die Accessoires, die die Trachtenpuppen trugen ausgelost.

Auf einen Blick

Das Oktoberfest wird am Freitag, 26. Oktober mit dem Fassbieranstich durch Oberbürgermeister Jürgen Fried um 18.30 Uhr offiziell eröffnet. Abends spielen die "Members", eine Kapelle, die schon im Käferzelt auf der Münchner Wies'n aufgetreten ist. Am Samstag spielt ab 12 Uhr die "Firma Holunder", ab 20 Uhr die Partyband "Die Büddenbacher". Sonntags musizieren um 11 Uhr die Musikfreunde Hangard, um 17 Uhr die Band "Take Five".

Unter allen Gästen, die in Tracht erscheinen, wird freitags eine Tagesreise nach Paris, samstags eine Fahrt zum Münchner Oktoberfest 2013 ausgelost. gth