1. Saarland

Mutter & Tochter im Vorleseduett

Mutter & Tochter im Vorleseduett

Luisenthal. Edith Braun und Evelyn Treib stellten am Samstag im Kultur-Treff Luisenthal das Buch "Keine Fisimatenten. Französische Wörter in saarländischen Mundarten" vor. Sie lasen und erläuterten im Wechsel, und selbst wenn man nicht gewusst hätte, dass es sich bei dem Autorenteam um Mutter und Tochter handelt, wäre man schnell dahinter gekommen

Luisenthal. Edith Braun und Evelyn Treib stellten am Samstag im Kultur-Treff Luisenthal das Buch "Keine Fisimatenten. Französische Wörter in saarländischen Mundarten" vor. Sie lasen und erläuterten im Wechsel, und selbst wenn man nicht gewusst hätte, dass es sich bei dem Autorenteam um Mutter und Tochter handelt, wäre man schnell dahinter gekommen. Kleine Zwischentöne, etwa wenn die Ältere der Jüngerern "stell dich", zuflüsterte und die mit "ich bleibe lieber sitzen" konterte, gaben der Lesung den gewissen familiären Touch. Edith Braun (88) ist den Lesern der Saarbrücker Zeitung bestens bekannt. Schließlich sorgt sie seit vielen Jahren in ihrer wöchentlichen Kolumne in Sachen Mundart vergnüglich für Aufklärung. Evelyn Treib schreibt Hörspiele und Essays für den Rundfunk und Geschichten. Das Faible für die heimischen Dialekte brachte die beiden auf schriftstellerischer Ebene zusammen. Weil gerade das Thema Zweisprachigkeit bei Kindern durch die Presse ging, war der neue Stoff nach dem ersten Gemeinschaftswerk im Jahr 2007 schnell gefunden. Gemeinsam fahndete man nach französischen Vokabeln im saarländischen Wortschatz. Wie es sich für wissenschaftliches Arbeiten gehört, wälzte das Duo dafür allerhand saarländische Wörterbücher. Etliche davon sind, nebenbei bemerkt, unter Federführung der promovierten Germanistin Edith Braun entstanden. Von ihr stammt auch Teil zwei des neuen Buches, in dem einzelne Begriffe erläutert und kommentiert werden. Im dritten Teil gibt Evelyn dazu passende Geschichten zum Besten. Die Idee mit den drei Lesebändchen in den französischen Nationalfarben blau-weiss-rot kommt von Verleger Alfred Diversy. Der hatte auch den Geistesblitz, das Buch "Keine Fisimatenten" zu nennen. hof"Keine Fisimatenten". Gollenstein Verlag. Preis: 19,50 Euro.