Auch Calli kam vorbei

Neben Kleidung und Assessoires gab es auch edle Tropfen und sonstige regionale Köstlichkeiten. Aber auch die europäische Küche war vertreten, und der Street Food Market mit internationalen Leckereien feierte Premiere.

An Calli ist fast alles groß, seine Klappe, sein Körperumfang, sein Selbstbewusstsein und seine Fußball-Leidenschaft", mit diesem und weiteren markigen Sprüchen von und über Reiner Calmund , genannt Calli, Fernsehmoderator, Fußballmanager und -experte sowie Buchautor und Werbefachmann, stellte VLU-Vorsitzender Norbert Heinz den schwergewichtigen und redegewandten Entertainer vor, der über sich ebenfalls gesagt hat: "Die Muskeln sind gut verborgen, der Winterspeck ist auch im Sommer da." Wie bei all seinen Auftritten begeisterte Calli auch in Losheim auf der Marktbühne das Publikum mit launigen Sprüchen und treffenden Kommentaren. Er nahm kein Blatt vor den Mund, verband mit Witz und Power wirtschaftliches Denken mit dem Fußballsport.

In der Fragerunde mit einigen Vertretern des VLU gestand er Rede und Antwort. "Gourmet ja, aber auch Lyoner und Frikadellen", verriet er seine Essgewohnheiten. Er bewege er sich zu wenig und esse zu viel. "Grünfutter und Körner kann ich noch essen, wenn es der Arzt besonders empfiehlt" - vor allem, weil trotz seiner Körperfülle die persönlichen Gesundheitswerte wie Blutdruck oder Colesterin immer noch ordentlich gut sind.

So schwärmt er vorerst noch von den Drei-Sterne-Köchen Alexander Kunz , Klaus Erfurt und Christian Bau . "Nirgendwo in Deutschland gibt es in einer Stadt wie Saarbrücken gleich drei Sterneköche, womit das Saarland wohl einzigartig ist."

Im Essen sei das Saarland mit seinen tollen Lokalen und seiner Nähe zu Frankreich so schnell nicht zu schlagen. Ins Saarland sei er gezogen, um das Leben seiner Familie mit dem adoptierten Kind aus Thailand zu entschleunigen, habe dort ein idyllisches Land mit netten Menschen vorgefunden und fühle sich nunmehr sauwohl im eigenen Haus.

"Eine bessere Entscheidung hätten wir nicht treffen können", zieht er sein Resümee, denn sonst wo wäre er doch wegen seines Bekanntheitsgrades wohl immer belästigt worden. Dennoch, Köln am Rhein ist und bleibt seine Heimat. Fußballfragen wurden natürlich auch gestellt. "Deutschland kann durchaus das Endspiel bei der Europameisterschaft erreichen", sagte er ganz optimistisch.

Man hat eine gute Mannschaft mit vielen jungen Spielern, sei gut besetzt und habe auch Substanz, stellt er der Truppe von Jogi Löw ein gutes Zeugnis aus. "Man braucht aber auch das Quäntchen Glück dazu", ergänzt er und erinnert an frühere WM-Erfolge. Er sei jedenfalls guter Dinge. Nicht so euphorisch sieht er den Saarfußball aufgestellt.

"Tradition schießt keine Tore", sagt er, auch den Spruch "Liebe kennt keine Liga" findet er gut. Aber für guten Fußball müsse man die Kompetenzen und Finanzen bündeln, zumindest die des 1. FC Saarbrücken und der SV Elversberg .

Mit den Verantwortlichen beider Vereine habe er gesprochen, die dies ja auch für gut halten, aber es tut sich nichts. Fußball, Fernsehen und Vorträge werden auch sein weiteres Leben mitbestimmen, aber nur fünf Monate, der Rest wird für die Familie sein. "Demnächst komme ich als weißer Wal nach Merzig ins Schwimmbad", verabschiedete er sich. Über 70 Aussteller und Mitgliedsbetriebe waren mit von der Partie, dazu etwa 50 Händler auf dem Floh- und Antikmarkt. Es war ein Querschnitt durch die Losheimer Handelsgesellschaft. Sauber polierte Autos von BMW über Opel und Ford bis hin zu Mini und Mazda zogen die Blicke der Besucher auf sich.

"Meine Marke ist leider nicht dabei", fand ein nicht genannt werdender Autofahrer. Traktoren und Rasenmäher gab es ebenfalls im Sortiment. Für kleine Besucher von Kita und Kiga gab es Spiele und Mitmachangebote. Moderator und Küchenchef Uwe Zimmer von Radio Salü präsentierte Kulinarisches.

Liebhaber edler Tropfen kamen bei den Aktionen von Winzer und Wein auf ihre Kosten und Gaumenfreuden. Als Spektakel führten Zimmerleute eine Art Tanz auf dem schwebenden Dachstuhl auf, den Zimmererklatsch, der eine lange Tradition in diesem Handwerk hat.

Der Brandschutz-Förderverein übergab der Freiwilligen Feuerwehr Losheim einen Mannschaftstransportwagen. Birgit Müller-Büthow und Gabi Ohofen-Rudell aus Saarbrücken waren mit zwei weiteren Freundinnen an den See gekommen, um ein Wanderwochenende zu verbringen. "Wegen des schlechten Wetters haben wir umdisponiert. Der Besuch des Frühlingsmarktes hat sich für uns gelohnt", hatten sie beim Bummeln durch die Saarbrücker Straße schnell festgestellt. Viele Kleider, Jacken und Assessoires werden kostengünstig angeboten. Für das Ehepaar Heike und Jürgen Enzweiler aus Losheim war der Essensstand der Syrischen Mitbürger das Kommen wert. "Sehr sehr lecker, sehr zu empfehlen", sagten beide, die sich Kibbeh (Bulgur-Klösse), Tabule-Salat mit Petersilie, Minze und Tomaten sowie Knafeh (Teigfäden) schmecken ließen. Beide fanden es eine gute Idee, diesen Essensstand aufgestellt zu haben. Auch Sabine Orth aus Britten schätzt die syrische Küche aufgrund der vielen Gewürze. "Die Syrerinnen können gut kochen", sagte sie begeistert. Dazu zählte der erste Street Food Market mit internationalen Spezialitäten aus der europäischen Küche. Globus Losheim hatte für die Besucher am Sonntagmorgen ein Frühstück spendiert. Die Vereinigung Losheimer Unternehmen (VLU) mit leistungsfähigen Fachgeschäften im Ortskern sowie die Gemeinde hatten unter dem Motto "Losheim erleben, . . . am Frühlingsmarkt" zum ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres eingeladen. Marktflair und Unterhaltung waren angesagt.

"Wir bieten mit unserem Frühlingsmarkt eine Plattform, bei der unsere Kunden und Besucher direkt in Kontakt mit der Kaufmannschaft treten können", begrüßte Norbert Heinz, einer der drei Vorsitzenden der VLU, die geladenen Ehrengäste mit Rainer Calmund an der Spitze, kommunalpolitische Mandatsträger, Macher in Betrieben und Firmen sowie Besucher. "Unser Slogan Losheim aktiv und attraktiv‘ ist eine permanente Herausforderung für unsere Mitgliedsbetriebe, runter gebrochen auf jedes einzelne Haus.",

Man biete spannende Präsentationen mit unterschiedlichen Schwerpunkten aus Handel und Handwerk , Dienstleistung, Service und Hilfsdienste. Über 70 Aussteller und Mitgliedsbetriebe waren mit von der Partie, dazu etwa 50 Händler auf dem Floh- und Antikmarkt. Trotz des nicht optimalen Wetters konnten die Veranstalter mit den Käufer- und Besucherzahlen zufrieden sein. Ein Schwerpunkt der beiden Tage war der Kulinarik gewidmet.

Stolz sei man deshalb auf die Aktion "Essen verbindet - zu Gast in Syriens Küche", die von der Flüchtlingshilfe Losheim initiiert wurde. "Damit integrieren wir unsere neuen Mitbürger in den Frühlingsmarkt", betonte Heinz. Auch unterstützte der VLU die Initiative "Eppes vun hei", bei der regionale Produzenten und Erzeuger ihre saisonalen heimischen Produkte anbieten. . "Alles vom VLU bestens vorbereitet, tolle Angebote und unsere Gäste lassen sich bitte die Feierlaune nicht verderben", sagte Bürgermeister Lothar Christ mit Blick Richtung grauer Himmel. Er nannte den VLU den Motor der wirtschaftlichen Entwicklung für Losheim , das zwar nicht alles habe, aber vieles sei besser als anderswo.

"Nach Saarlouis und St. Wendel hat unsere Gemeinde die dritthöchste Kaufkraft im Land, die höchste Handwerkerdichte", sagte Christ. Schirmherr Joachim Müller, geschäftsführender Inhaber der Müller Gruppe Automobil Partner, sagte, als Losheimer Unternehmer unterstütze und fördere er gerne die VLU.

Ortsvorsteher Stephan Palm forderte die Besucher auf, den Frühlingsmarkt zu genießen, denn wie immer haben sich die Veranstalter einiges einfallen lassen und bieten viel an.

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Hintergrund "Wir bieten mit unserem Frühlingsmarkt eine Plattform, bei der unsere Kunden direkt in Kontakt mit der Kaufmannschaft treten können", sagte Norbert Heinz, einer der drei Vorsitzenden der VLU. Der Slogan "Losheim aktiv und attraktiv" sei eine ständige Herausforderung für die Mitgliedsbetriebe. eb