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Sportlerehrung
Medaillenregen für St. Ingberter Sportler

Die jüngsten Sportlerinnen der DJK-SG freuten sich ganz besonders über ihre Medaillen.
Die jüngsten Sportlerinnen der DJK-SG freuten sich ganz besonders über ihre Medaillen. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. Bei der 36. Sportlerehrung gab es 325 Medaillen für Aktive aus 21 Vereinen. Sie zeigten in allen Altersklassen Spitzenleistungen in 26 Sportarten. Von Cornelia Jung

„Lassen wir die Spiele beginnen“, eröffnete Moderator Rolf Eutenmüller die 36. Sportlerehrung am vergangenen Freitagabend. So viele Meister und Meisterinnen wie an diesem Tag sieht die Stadthalle St. Ingbert selten. Denn dort hatten sich 325 St. Ingberter von fünf bis 79 Jahre versammelt, die innerhalb des Saarlandes, über die Grenzen hinaus oder außerhalb Deutschlands sportliche Leistungen auf Spitzenniveau erbracht haben.


Dass dieses Jahr sogar 64 Athleten mehr als noch 2017 eine Medaille mit nach Hause nehmen konnten, war auch dem Umstand geschuldet, dass mehrere Mannschaften mit Titeln dekoriert wurden. So wie „Mariposa“, eine neue Wettkampfgruppe der DJK-Sportgemeinschaft, die im Kindergruppenwettstreit überzeugte und die erste war, die an dem Abend ihr Können zeigen durfte. Die Mädchen zwischen fünf und sieben Jahren zeigten den Gästen des Sportlertreffes ihren Wettkampftanz, für dessen anmutige Darbietung sie einen großen Applaus bekamen. Über den freuten sich die Gymnastinnen mindestens genauso wie über die Auszeichnung.

Gegenseitig zeigten sie sich die Plakette an dem schwarz-roten Band und hielten sie auch den vielen Fotografen, meist die stolzen Eltern, für ein Erinnerungsbild entgegen. Ihre älteren Trainingskameradinnen der Gruppen „Flores“ und „Explosive“ nahmen die verdiente Anerkennung von Oberbürgermeister Hans Wagner und Thomas Burgemeister, Vorsitzender des Sportbundes St. Ingbert, ebenfalls entgegen, so wie noch einige Vereinsmitglieder mehr. Damit dürfte an jenem Abend die DJK-SG, zumindest was die Anzahl der Medaillengewinner anging, der sportlich erfolgreichste Verein der Stadt gewesen sein.



Es fiel schwer, alle Meisterschaften zu behalten, an denen die geehrten St. Ingberter Sportler aus 21 Vereinen zu Ehren kamen. Hier ein Versuch: DJK Bundessportfest, Süddeutsche und Deutsche Meisterschaft, Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“, Afrika Cup, Special Olympics, Landesjahrgangsbestenwettkämpfe, Deutsche Hochschulmeisterschaften, Landesseniorenmeisterschaften, Weltmeisterschaft. Das waren sie längst noch nicht alle und auch bei der Aufzählung aller 26 Sportarten hätte man so seine Probleme. Neben den „gängigen“ waren darunter auch solche wie Kricket, Para Boccia, Schach, Cross Country, Tauchen, Flossenschwimmen, Tanzen und einige mehr. „Wer im Sport Höchstleistungen bringt, wird das auch im Beruf tun“, sagte der Oberbürgermeister, „macht das so weiter, dann wird das Leben ein Kinderspiel.“

Einige der Sportler wurden wegen ihrer hervorragenden Leistungen besonders hervorgehoben, so Helen Jahnke vom Kegelsportclub, Para Boccia-Spieler Boris Nicolai von der BRS Gersweiler, die Triathleten Jonas Breinlinger und Tim Hellwig von der DJK SG sowie Radfahrer Dirk Hemmerling vom RSC. In seiner Familie scheint es ein Mountainbike-Gen zu geben, denn seine Brüder Thore und Lars sind ebenfalls erfolgreich auf zwei Rädern unterwegs. Als von ihnen im Interview mit dem Moderator Eutenmüller eine Zahl von bis zu 15 000 Trainigskilometern pro Jahr genannt wurde, konnte es dieser kaum fassen: „Das kriege ich ja mit dem Auto nicht hin.“ Sportbund-Vorsitzender Burgemeister war angesichts der erfolgreichen Kinder und Jugendlichen zuversichtlich, denn „für Nachwuchs ist gesorgt“.