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Jakobsmarkt-Händler bieten Kunden breites Angebot

Die Marktgasse war beim Medelsheimer Jakobsmarkt bestens besucht. Foto: Wolfgang Degott
Die Marktgasse war beim Medelsheimer Jakobsmarkt bestens besucht. Foto: Wolfgang Degott FOTO: Wolfgang Degott
Medelsheim. Auf dem 15. Medelsheimer Jakobsmarkt ließ es sich wieder prächtig stöbern. Von selbstgemachten Gewürzmischungen über Weine bis hin zu neuen Besen gab es vieles zu entdecken. ott

Herrlicher Sonnenschein, Kaiserwetter, begleitete am Sonntag den 15. Medelsheimer Jakobsmarkt in der Regie des Feuerwehr-Fördervereins. Stand an Stand reihte sich in der St.-Martin-Straße, wo erstmals der neue Marktmeister Albert Wack gemeinsam mit Walter Engelbert die Standbetreiber aufsuchte. "Schon um 6.30 Uhr waren die Ersten da", berichtete er. Seit Beginn des Jahres hatte er mit den Vorbereitungen zu tun. Doch der Aufwand hat sich gelohnt.

117 Marktstände, davon 34 neue Angebote, waren vertreten. Einer davon von Johannes Burgard, der gemeinsam mit Andrea Schweizer seine Gewürzmischungen, aber auch Bruschettas, Kräutersalz oder Arrabiata anbot. Ein Blickfang war ihr Stand, ein Citroën HY, Baujahr 1971. "Wir haben das ehemalige Metzgereifahrzeug nicht groß umbauen müssen und sind damit seit fünf Jahren in ganz Deutschland unterwegs", so Burgard. Die Idee, selbst Gewürzmischungen herzustellen, entstand im Urlaub, als er auf der Ile de Ré, einer vor der Stadt La Rochelle im Atlantik gelegenen Insel, der Salzherstellung zuschauen konnte. Schon zum festen Inventar des Jakobsmarktes gehört Michael Schöndorf. Seit Beginn bietet er mit wenigen Unterbrechungen Spezialitäten an. Alles stamme aus seinem Rot- und Damwildgehege, auf dem sich derzeit 150 Tiere tummeln. "Der Markt ist sehr gut, wir kommen immer wieder gerne", meinte der Einheimische. Für einen guten Zweck war das Damentrio Roswitha Mathieu und Heidi Schmidt, beide aus Gersweiler, und Ursula Baldauf aus Püttlingen im Schatten der Pfarrkirche St. Martin unterwegs. Der Erlös aus dem Verkauf ihrer Hardanger-Arbeiten, ihrer Keramikteile oder der Seidenge-stecke wird dem Projekt "Hilfe für Studenten in Kinshasa" des Priesters Johannes Akenda zur Verfügung gestellt.

Akenda ist allen Medelsheimern gut bekannt, hatte er schon mehrmals die Urlaubsvertretung vom Gemeindegeistlichen Pfarrer Günter Broy übernommen. Zudem steuerten Ordensschwestern der Marienschule Saarbrücken, die mittlerweile in Speyer leben, selbst hergestellte Grußkarten bei. Zum dritten Mal wurde am Weinstand "Zum weinseligen Jakob" von Holger Frenzel, Heiko und Holger Kitto sowie Sven Becker mit ihren Familien ausstaffiert. Elf verschiedene Weinsorten und zwei Sekterzeugnisse waren im Angebot. "Die Idee, diesen Stand anzubieten, hatten wir von Appolonia Germann aus Wintrich an der Mosel, wo wir schon seit einem Jahrzehnt schöne Tage verlebt haben", so Holger Frenzel.

Kurt Weber aus Zweibrücken präsentierte zum fünften Mal exklusive Bahia-Besen, die vom Zweibrücker Besenmacher Kurt Blinn hergestellt worden waren. Doch auch Rasierpinsel, Möbelfeger, Haarbürsten gehörten zu seinem Sortiment. Zum Magnet entpuppte sich neben der Mohrenkopfwurfmaschine die von Pirmin Faber hergestellte Freiluft-Kegelbahn. "Ich bin stolz darauf, dass die Feuerwehr den alten Brauch wieder aufgenommen hat, kommen doch mit dem Markt viele Besucher nach Medelsheim," so Ortsvorsteherin Imelda Frenzel. Auch die Oldtimerschau von Siegmund Klingler mit dem aus dem Jahr 1930 stammenden Citroën-Cabrio fand ihre Liebhaber.

gersheim.de