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Fidelishaus erstrahlt jetzt in neuem Glanz

St. Ingberts Bürgermeister Rainer Hoffmann (rechts) überreichte Marcel Dubois eine historische Fotografie vom Fidelishaus. Foto: Awo
St. Ingberts Bürgermeister Rainer Hoffmann (rechts) überreichte Marcel Dubois eine historische Fotografie vom Fidelishaus. Foto: Awo FOTO: Awo
St Ingbert. Zur Erinnerung an die Einweihung des Fidelishauses vor 100 Jahren überreichte Bürgermeister Rainer Hoffmann eine historische Fotografie. Aktuell wurden alle Zimmer, Bäder, Aufenthalts-, Arbeits- und Diensträume erneuert. red

Internat, Waisenhaus, Lazarett, Kloster, Wohnstift - das imposante Bauwerk im neubarocken Stil an der Karl August Woll-Straße in St. Ingbert hat in seiner 100-jährigen Geschichte schon mehreren Zwecken gedient. Heute ist das 1988 von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) erworbene und soeben für 3,3 Millionen Euro renovierte Fidelishaus Teil des Awo-Seniorenzentrums, zu dem auch das benachbarte, 2005 neu erbaute Bruder Konrad-Haus gehört. Beide Häuser sind durch eine Parkanlage mit altem Baumbestand verbunden. Beim gemeinsamen Sommerfest wurde der Abschluss der Sanierungsmaßnahmen gefeiert und an die Geschichte des Fidelishauses erinnert. "Wir bieten hier älteren Menschen ein fürsorgliches Zuhause", sagte der Awo-Landesvorsitzende Marcel Dubois bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste. "Das Fidelishaus zeichnet sich durch Wohnlichkeit und Behaglichkeit aus und wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen". Das unterstrich auch Bürgermeister Rainer Hoffmann: "Zuhause ist, wo das Herz eine Heimat findet". Im Mittelpunkt der Pflege stehe der Mensch. "Dies verwirklichen die Mitarbeiter der Awo hier fürsorglich und mit viel Engagement". Zur Erinnerung an die Einweihung des Gebäudes vor 100 Jahren überreichte Hoffmann eine historische Fotografie. Landrat Clemens Lindemann erinnerte an das frühere Internat und "den legendären Kapuzinerpater Kuno", auf den er einst als Gymnasiast in St. Ingbert aufmerksam wurde. Die Grundidee des historischen Gebäudes sei mit der AWO heute immer noch präsent, "nämlich die Sorge für andere Menschen in christlicher Nächstenliebe und praktischer Solidarität".

Den ganzen Tag über konnten die Besucher die umgebauten Räumlichkeiten im Fidelishaus in Augenschein nehmen. Alle Zimmer, Bäder, Aufenthalts-, Arbeits- und Diensträume wurden erneuert. Jetzt steht nur noch die Freilegung des historischen Fassaden-Putzes auf der Wunschliste. Großes Interesse fand auch eine Ausstellung im Foyer. Hier zeigen türkische und deutsche Künstlerinnen ihre Werke.