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Der letzte Gottesdienst mit Jürgen Krebs

Der letzte Gottesdienst mit Jürgen Krebs

Viereinhalb Jahre prägte Pfarrer Jürgen Krebs das evangelische Gemeindeleben in Walsheim. Am Sonntag bricht für beide eine neue Zeit an. Krebs wird dann im pfälzischen Kandel wirken, Walsheim sucht noch eine Nachfolge.

Mit einem Gottesdienst in der protestantischen Kirche Walsheim verabschiedet sich am Sonntag, 28. Juli, 10 Uhr, Pfarrer Jürgen Krebs. Gemeinsam mit seiner Frau Heike, die bisher in Ensheim eine Pfarrerinnenstelle innehatte, wechselt er nach viereinhalb Jahren zum 1. August in die Südpfalz. Dann wird Jürgen Krebs am neuen Wohnort Kandel, seine Ehefrau in Jockgrim ihren pastoralen Dienst versehen. Damit kehrt das Paar in die Nähe seiner alten Wirkungsstätte zurück, waren sie doch in Bellheim vor ihrer Walsheimer Zeit 26 Jahre für rund 2800 Gläubige tätig und teilten sich seit 1986 die Pfarrerstelle. Dass der gebürtige Wolfersheimer Pfarrer werden wollte, wurde ihm in der Oberstufe des Ottweiler Aufbau-Gymnasiums klar, nachdem der heute 58-Jährige zuvor das Blieskasteler Von-der-Leyen-Gymnasiums besucht hatte. Krebs studierte erst in Saarbrücken Latein, Griechisch und Hebräisch. Anschließend wechselte er an die Uni Mainz. Danach trat er die Pfarrstelle in Bellheim an. In der Walsheimer Pfarrei betreute er rund 1760 Protestanten in zwölf Dörfern. Schwerpunktmäßig war er dort mit den Menschen unterwegs. Mit dabei auch seine Frau, die er in seiner Studienzeit kennengelernt und die zwei Kinder, Ulrich (29), mittlerweile Braumeister, und Charlotte (25), Forstreferendarin, großgezogen hat.

Insbesondere die große Fläche und die weiten Wege hätten die Arbeit erschwert, resümiert Krebs. Aber auch die Veränderungen, zu sehen, dass wieder ein Laden nicht mehr aufgeht, dass Häuser leer stehen, dass immer weniger Menschen engagiert sind, gibt dem Geistlichen mit Faible für Südschweden zu denken. Aber es sei eine schöne Zeit gewesen. Der Tod seiner Mutter an Weihnachten und der Wunsch seiner Frau, wieder zurückzukehren, habe letztendlich den Beschluss, sich zu verändern, realisieren lassen. Nachdem im Frühjahr das Pfarrerehepaar Glade in Breitfurt ebenfalls seine Zelte abgebrochen hatte, steht die Verbandspfarrei Bliesgau in einem grundlegenden Veränderungsprozess. Nach dem Weggang von Krebs wird Pfarrerin Tatjana Falk-Reifahrth, die schon Breitfurt übernommen hat, die Vertretung übernehmen. Sie ist telefonisch über das Pfarramt Breitfurt, (0 68 42) 33 72, so lange zu erreichen, bis die Pfarrerstelle in Walsheim wieder besetzt ist.