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City-Management
„Die Innenstadt braucht klare Ziele“

Roland Körner, Fraktionsvorsitzender der Familien-Partei.
Roland Körner, Fraktionsvorsitzender der Familien-Partei. FOTO: Jörg Jacobi
St. Ingbert. Stadtratsfraktion der Familien-Partei fordert ein City-Management für St. Ingbert. red

Die Familien-Partei hat sich erneut für ein City-Management in St. Ingbert ausgesprochen. Der erste Anlauf zu Beginn der Ratsperiode habe aber gezeigt, ein funktionierendes City-Management, also das Vorhandensein eines Kümmerers für die Geschäftsleute, eines strategisch denkenden Gestalters der Innenstadt und eines PR-Profis für die Innenstadt setze einen Dreiklang von Handel, Politik und Verwaltung voraus.


Die Familien-Partei begrüßt daher das City-Commitment von Handel und Gewerbe als richtigen Impuls zu einem City-Management. Auch das Übertragen des City-Managements aus dem baden-württembergischen Nagold auf St. Ingbert, sei ein richtiger, prozessualer Schritt. Roland Düpre, wirtschaftspolitischer Sprecher der Partei, mahnt aber: „Es kann viel diskutiert werden, viel zerredet werden. Ohne glasklares Ziel und ohne ein Miteinander aller Akteure kann man sich die Diskussion und das Nachdenken aber sparen.“

Dass die Innenstadt attraktiver werden soll und dies Aufgabe eines City-Managers sei, sei nach Auffassung der Familien-Partei zwar richtig, aber dennoch zu kurz gegriffen. Denn was bitte heiße „attraktiv“? Zielten nicht schon alle Anstrengungen von Verwaltung, Wirtschaftsförderung und allen Akteuren seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten auf eine attraktive Innenstadt? Diese Fragen würden sicherlich von allen Akteuren mit „ja“ beantwortet.



Um eine Akzeptanz, finanzielle Unterstützung und eine Etablierung eines City-Managements zu erreichen, brauche es daher neue Wege. Die bisherigen Strukturen von Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung, Aktionsgemeinschaft St. Ingbert müssten verändert und auf einen City-Manager zugeschnitten werden. Zudem brauche St. Ingbert eine klare Vorstellung wie eine Innenstadt 2030 aussehen solle. Dieses Bild müsse so klar sein, dass alle Akteure keinerlei Zweifel hätten, dass es auch erreicht wird. Nur dann käme Bewegung in Kaufmannschaft und Marktteilnehmer, heißt es in der Pressemitteilung der Stadtratsfraktion.

Nach Meinung der Familien-Partei muss eine Innenstadt eine breite Grundversorgung ihrer Bürgerinnen und Bürger ermöglichen. Dies decke sich mit der Erwartung der Bevölkerung. Man müsse ferner einen Branchen-Mix festlegen, den es schnellstmöglich, spätestens aber 2030 zu erreichen gelte. Das City-Center St. Ingbert müsse so interessant sein, dass Auswärtige, beispielsweise Bürger aus Scheidt, nicht nach Saarbrücken fahren. Zudem gebe es jetzt noch die Chance, Amazon & Co mit einer Plattform des St. Ingberter Einzelhandels im Internet den Kampf anzusagen.

Roland Körner, Fraktionsvorsitzender der Familien-Partei: „Ein Citymanagement brauchen wir. Nicht testweise für zwei Jahre, nicht mal kosmetisch ein paar Gelder. Ganz oder gar nicht ist die Frage!“