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Kinowerkstatt
Das Leben ist weiter ein Fest – zumindest auf der Leinwand

 Das für gut 110 Millionen Dollar (90 Mio. Euro) versteigerte Gemälde „Untitled“ des verstorbenen US-Künstlers Jean-Michel Basquiat ist in New York zu sehen.
Das für gut 110 Millionen Dollar (90 Mio. Euro) versteigerte Gemälde „Untitled“ des verstorbenen US-Künstlers Jean-Michel Basquiat ist in New York zu sehen. FOTO: Johannes Schmitt-Tegge / dpa
HOmburg/St. Ingbert. Die Kinowerkstatt in St. Ingbert bietet einen Film zur Graffiti-Kunst, einen Jazz-Film mit Live-Konzert und eine ziemlich chaotische Hochzeit. red

Zur Basquiat-Ausstellung in Frankfurt zeigt die Kinowerkstatt St. Ingbert am Freitag, 23. Februar, sowie am Montag, 26. Februar, jeweils um 20 Uhr den Film „Basquiat“ (USA 1996) von Julian Schnabel, 106 min. mit Jeffrey Wright, David Bowie, Gary Oldman, Benicio Del Toro, Dennis Hopper, Courtney Love, Parker Posey, Willem Dafoe, Christopher Walken, Musik: John Cale. Anfang der 80er Jahre sorgen verstörende Graffiti, die mit dem Pseudonym ‚Samo‘ unterzeichnet sind, für Aufregung in der New Yorker Künstlerszene. Urheber ist der kaum 20-jährige Jean-Michel Basquiat, der seinen kärglichen Lebensunterhalt durch handgemalte Postkarten verdient. Von Andy Warhol 1979 entdeckt, erlebte der Graffiti-Künstler Jean-Michel Basquiat einen schwindelerregenden Aufstieg im New York der 1980er Jahre. Der erkennt das einzigartige Talent, das in dem Graffiti-Künstler steckt. Er schuf rund 1000 Werke in nicht mal zehn Jahren - davon sind nur wenige in öffentlichen Museen zu sehen, denn Basquiat verkaufte schon zu Lebzeiten sehr gut. Er war mit 21 Jahren der jüngste bis dato teilnehmende Künstler der documenta 7 in Kassel, heute gilt er als einer der wichtigsten Künstler unserer Zeit. Im vergangenen Jahr erzielte sein Bild „Untitled 1982“ bei einer Auktion 110,5 Millionen Dollar. Julian Schnabel, selbst anerkannter Maler, inszenierte einen einfühlsamen und hochkarätig besetzten Spielfilm über einen, der es von der Gosse bis in die eiskalten Höhen des Kunstbetriebs geschafft hat: Basquiat wird von Jeffrey Wright gespielt, David Bowie ist Warhol, es spielen in weiteren Rollen: Gary Oldman, Benicio Del Toro, Dennis Hopper, Courtney Love, Parker Posey, Willem Dafoe, Christopher Walken.


Viel Freude verbreitet der neue Film des „Ziemlich beste Freunde“- Duos Olivier Nakache und Eric Toledano „Das Leben ist ein Fest“ über eine Hochzeit, die ziemlich aus den Fugen gerät, jetzt weiter in der Kinowerkstatt zu sehen: am Samstag, 24. Februar, um 20 Uhr und am Montag, 26. Februar, um 18 Uhr.

Ein spannender Krimi mit viel Musik von Ella Fitzgerald, Peggy Lee, Janet Leigh und Pete Kelly and His Big Seven ist „Pete Kelly’s Blues“ (OmU) (USA 1955) Regie: Jack Webb mit Jack Webb, Ella Fitzgerald, Peggy Lee, Edmond O’Brien, Lee Marvin, zu sehen am Sonntag, 25. Februar. Das Besondere an diesem Abend: Um 19 Uhr gibt es vor dem Film ein Live-Swing-Konzert der saarländischen Swing-Band Hot House mit Unterstützung durch den bekannten Jazz-Gitarristen Heiner Franz.  Der Film beginnt um 20 Uhr.  Zu „Pete Kelly’s Blues“: Der Jazzkornettist Pete Kelly (Darsteller: Jack Webb) arbeitet während der Prohibitionszeit in den USA 1927 in Kansas City mit seiner siebenköpfigen Jazz-Band. Der Gangster Fran McCrag (Darsteller: Edmond O’Brien), der unter anderem auch als Musikmanager arbeitet, will Agent der Band werden.

Er fordert von der Band 25 Prozent Provision für Auftritte. Pete Kelly weicht einer Auseinandersetzung mit dem Ganoven-Mob aus. Als sein Schlagzeuger während Auseinandersetzungen mit den Gangstern erschossen wird, droht die Band auseinanderzubrechen. Der Klarinettist Al Gannaway (dargestellt von Lee Marvin) verlässt frustriert die Band, weil er das feige Verhalten von Pete Kelly missbilligt, heißt es in einer Mitteilung der Kinowerkstatt in St. Ingbert.

Noch einmal in der Kinowerkstatt: Jean-Pierre Bacri als Hochzeitsplaner Max in  „Das Leben ist ein Fest“.
Noch einmal in der Kinowerkstatt: Jean-Pierre Bacri als Hochzeitsplaner Max in  „Das Leben ist ein Fest“. FOTO: Thibault Grabherr / dpa