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Ferienprojekt für St. Ingberter Kinder
100 St. Ingberter Kinder verbringen Ferien im Zirkuszelt

Pierre Zimmermann und Andreas Edelmann vom St. Ingberter Lions Club (hinten) stellten Oberbürgermeister Hans Wagner (links) und seinen Mitarbeitern gestern das Zirkusprojekt „ZappZarap“ vor.
Pierre Zimmermann und Andreas Edelmann vom St. Ingberter Lions Club (hinten) stellten Oberbürgermeister Hans Wagner (links) und seinen Mitarbeitern gestern das Zirkusprojekt „ZappZarap“ vor. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. Der Lions Club und die Stadtverwaltung holen im Juli das pädagogische Zirkusprojekt „ZappZarap“ für eine Woche in die Mittelstadt. Von Cornelia Jung

Ende Juli wird ein großer Zirkus in St. Ingbert sein doppelmastiges Zelt mit 15 Metern Höhe aufschlagen. Es ist kein normaler Zirkus. Es wird auch keine Nummern mit Tieren geben oder eine Feuershow – aber ein Programm mit 100 Künstlern, deren Namen noch nicht feststehen, wohl aber ihr Alter. Einhundert Kindern zwischen sechs und 13 Jahren aus St. Ingbert wird der Zirkus „ZappZarap“ vom 23. bis 28. Juli eine Bühne bieten. Bei diesem pädagogischen Zirkusprojekt aus Leverkusen wird vor allem das Miteinander gefördert. „Da spielen Herkunft und Sprache überhaupt keine Rolle“, sagt Andreas Edelmann, der Präsident des St. Ingberter Lions Clubs.


Seine Augen leuchten, wenn er von den eigenen Erlebnissen mit dem Zirkus erzählt, der seit Jahren in Zweibrücken Station macht. Auch in Blieskastel gastiert „ZappZarap“ im Juni. Kurz darauf holt der Lions Club das Projekt in die Mittelstadt. „Wir wollten anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Lions Clubs International im vergangenen Jahr ein repräsentatives Projekt finden und 100 Kindern die Möglichkeit geben, etwas Neues zu erleben“, sagt Edelmann: „Das passt auch zu St. Ingbert als familienfreundliche Stadt.“ Also sei man auf die Kommune zugegangen. Schnell waren das Stadtmarketing und die Abteilung Familie und Soziales der Verwaltung mit im Boot. Denn: Die Stadt organisiert ein zweiwöchiges Ferienprogramm.

Die Zirkuswoche gehört nun dazu. Möglichkeiten, sich zu betätigen, bietet sie den Kindern viele. Diese reichen von Akrobatik, Pyramidenbau über Balanceakte, Zauberei und Clownerie, Jonglage und Schwingen bis hin zum Einradfahren oder einer Fakirnummer. In Workshops kann jedes Kind in zwei Bereiche schnuppern. „Wir haben bisher noch kein Zirkusprojekt gehabt“, freut sich Jugendpflegerin Julia Klesen, „das wird richtig spannend.“



Beim Zirkusprojekt geht es nicht um Höchstleistungen. „Wir haben nur ein Ziel“, so Andreas Edelmann von den Lions, „dass alle, die Lust drauf haben, mitmachen können.“ Auch Oberbürgermeister Hans Wagner, dem das Projekt im Rathaus vorgestellt wurde, findet die Idee klasse: „Das Veranstaltungs-Karussell, das wir in St. Ingbert das ganze Jahr über drehen, wird so komplettiert.“

Auch wenn der Lions Club als größter Geldgeber des Projekts auftritt, wird es eine Teilnahmegebühr von rund 60 Euro pro Kind geben, in der das Mittagessen enthalten ist. Um allen Kindern das Mitmachen zu ermöglichen, gibt es unterschiedliche Förderangebote, die bei den Jugendpflegern erfragt werden können.

Weitere Informationen bei der Jugendpflege der Stadt St. Ingbert: Julia Klesen, Tel. (0 68 94) 13 384 oder Jörg Henschke, Tel. (0 68 94) 13 298.