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Naturlandstiftung im Saarpfalz-Kreis aktiv

Die Wiesen rund um Haus Lochfeld bei Wittersheim werden von der Naturlandstiftung gepflegt. Hinzu kommen noch die landschaftsprägenden Hecken - über 60 Kilometer.Foto: Christian Stein
Die Wiesen rund um Haus Lochfeld bei Wittersheim werden von der Naturlandstiftung gepflegt. Hinzu kommen noch die landschaftsprägenden Hecken - über 60 Kilometer.Foto: Christian Stein FOTO: Christian Stein
Homburg. Die Naturlandstiftung Saar wird in diesem Jahr 40 Jahre alt. Sie ist damit eine der ältesten Einrichtungen dieser Art in Deutschland und hat innerhalb der 40 Jahre viel bewirkt. Auch im Saarpfalz-Kreis wurden schon sehr früh die Weichen für Naturschutz gestellt. Umwelt minister Jost besucht anlässlich des Geburtstages der Naturlandstiftung Haus Lochfeld. Christine Maack

.Die Naturlandstiftung Saar (NLS), die in diesem Jahr 40 Jahre alt wird, ist eine gemeinnützige private Stiftung. Als älteste Naturschutzstiftung Deutschlands setzt sie sich seit 1976 für den Schutz, die Pflege und die Entwicklung des saarländischen Naturerbes ein. Die Stiftung kauft ökologisch wertvolle Flächen und knüpft ein Netz von Schutzgebieten, um die Vielfalt der Lebensräume und den Artenreichtum der Pflanzen und Tiere zu sichern.



Bei Wittersheim wurde vom Zweckverband Saar-Blies-Gau/Auf der Lohe das Kulturlandschaftszentrum "Haus Lochfeld" eingerichtet. Hier werden Zusammenhänge zwischen der Landschaft und ihrer vielfältigen Nutzung begreifbar gemacht. Im Kulturlandschaftszentrum finden Informationsveranstaltungen, Seminare, praktische Lehrgänge rund um die Themenfelder Natur, Pflege der Landschaft und Kultur im Bliesgau statt. In der Außenanlage wurden ein Bauerngarten, Kräutergarten, Obstlehrgarten, Beerengarten, Rosengarten und ein Schauweinberg angelegt sowie ein Schaubienenhaus aufgestellt. Durch die Nutzung regenerativer Energien (Fotovoltaik-Anlage, Rapsöl-Heizung) und die Herstellung geschlossener Energie- und Stoffkreisläufe ist das Kulturlandschaftszentrum "Haus Lochfeld" ein Lehrbeispiel für eine umweltfreundliche Bewirtschaftung.

Deshalb wird Umweltminister Reinhold Jost anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Naturlandstiftung am Donnerstag den Saarpfalz-Kreis besuchen und am Beispiel von Haus Lochfeld die gelungenen Naturschutz-Projekte im Kreis ansprechen.

Das Projektgebiet Saar-Blies-Gau/Auf der Lohe bei Reinheim im südöstlichen Saarland wurde 1995 in das Bundes-Förderprogramm "Errichtung und Sicherung schutzwürdiger Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung" aufgenommen. Verantwortlich für die Umsetzung des Projekts ist ein Zweckverband, dem die Gemeinden Gersheim, Mandelbachtal, der Saarpfalz-Kreis sowie die Naturlandstiftung Saar angehören, die zusammen mit dem Saarpfalz-Kreis die Geschäftsführung übernommen hat. Auf einer Fläche von 2160 Hektar wurden innerhalb der Projektlaufzeit von 16 Jahren acht Millionen Euro für Flächenerwerb, Planung und biotoplenkende Maßnahmen bezahlt.

Insgesamt wurden 600 Hektar Flächen erworben - dazu gehört auch, 63 Kilometer Hecken zu pflegen. Im Vergleich mit dem eignen Garten eine schier unfassbare Menge. > Weiterer Bericht folgt

Eberhard Veith, Geschäftsführer der Naturlandstiftung (links), und Umweltminister Reinhold Jost, Vorsitzender im Stiftungsrat (mitte) besuchen gemeinsam Naturschutzprojekte. Am Donnerstag sind sie im Saarpfalz-Kreis unterwegs, wo es viele Projekte der Naturlandstiftung gibt, zum Beispiel im Bliesgau. Foto: Thomas Seeber
Eberhard Veith, Geschäftsführer der Naturlandstiftung (links), und Umweltminister Reinhold Jost, Vorsitzender im Stiftungsrat (mitte) besuchen gemeinsam Naturschutzprojekte. Am Donnerstag sind sie im Saarpfalz-Kreis unterwegs, wo es viele Projekte der Naturlandstiftung gibt, zum Beispiel im Bliesgau. Foto: Thomas Seeber FOTO: Thomas Seeber