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Fußball
Fußball und Beruf unter einen Hut bringen

Pascal Gherram (hier noch im Trikot des FSV Jägersburg), spielt nun in der Landesliga für den SV Genclerbirligi Homburg.
Pascal Gherram (hier noch im Trikot des FSV Jägersburg), spielt nun in der Landesliga für den SV Genclerbirligi Homburg. FOTO: Stefan Holzhauser
HOMBURG. Pascal Gherram ist der prominenteste Neuzugang beim Fußball-Landesligisten SV Genclerbirligi Homburg. Von Stefan Holzhauser

Am kommenden Samstag wird in der Fußball-Landesliga Ost endlich wieder um Punkte gespielt. Dann empfängt der Tabellen-14. SV Genclerbirligi Homburg um 16 Uhr auf dem Jahnplatz vor dem Waldstadion im Kellerduell das Schlusslicht TuS Rentrisch. In Der Winterpause gab es bei Genclerbirligi zahlreiche namhafte Neuzugänge. Einer stach dabei noch einmal heraus: Pascal Gherram. Schließlich hatte der 21-Jährige im bisherigen Saisonverlauf für den Oberligisten FSV Jägersburg bereits 18 Einsätze und erzielte drei Treffer. Zuvor hatte er in der Jugend das Trikot so renommierter Vereine wie des FC Homburg, des 1. FC Saarbrücken und der SV Elversberg getragen. Beim FCH durfte er sogar in der Regionalliga die Vorbereitung der ersten Mannschaft mitmachen.
Aber warum wechselt ein so großes Talent, das in Elversberg und nun auch in Jägersburg reichlich Oberliga-Erfahrung gesammelt hat, in die Landesliga? „Ja, das wurde ich in letzter Zeit bereits sehr oft gefragt. Ich war vor der Saison mit dem Ziel nach Jägersburg gewechselt, Stammspieler zu werden. Das habe ich nicht geschafft, da dort die Konkurrenz sehr groß ist. Trainer Thorsten Lahm leistet beim FSV eine super Arbeit“, sagt Gherram und ergänzt: „Ich bin künftig beruflich mehr eingespannt, wohne in Homburg und will einfach noch einmal voll und ganz Spaß am Fußball haben.“
Im Oktober will der Mittelfeldspieler eine dreijährige Ausbildung zum Physiotherapeuten beginnen. Bis dahin ist er noch in Homburg bei Groundup.Performance-Training ngestellt. Dieses Unternehmen arbeitet eng mit dem FC Homburg zusammen und bietet unter anderem Personal- und Aufbautraining an. „Ich hoffe, dass ich später einmal Athletiktrainer werde. Und vielleicht kommt ja nach meiner Ausbildung noch einmal ein Angebot aus der Oberliga. Aber vorerst soll der Beruf im Vordergrund stehen. Und im Fußball geht es zunächst einmal darum, wieder zu 100 Prozent Spaß zu haben“, meint Gherram. Bei Genclerbirligi hätte er sich bereits sehr gut eingelebt und soll auf dem Platz zusammen mit Gökhan Impis der verlängerte Arm des neuen Trainers Rizgar Daoud werden. „Wir haben immer zwischen 20 und 25 Mann im Training und für Landesliga-Verhältnisse ein überragendes Team zusammen“, betont der Neuzugang. Nun wolle man schnellstmöglich die nötigen Punkte zum Klassenverbleib holen. Und in der kommenden Saison gehe es dann darum, mit Genclerbirligi die oberen Tabellengefilde anzugreifen.