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Nix wie druff
„Nix wie druff“ auf die Pointen und Tänze

Zuerst mit Wortbeiträgen, dann mit Gesang begeisterten die Symbolfiguren Stallbock und Böckchen Annelie (Thomas und Sohn Ben Schmitt) bei der BKG- Sitzung.
Zuerst mit Wortbeiträgen, dann mit Gesang begeisterten die Symbolfiguren Stallbock und Böckchen Annelie (Thomas und Sohn Ben Schmitt) bei der BKG- Sitzung. FOTO: Hans Hurth
Blieskastel. Die große Prunksitzung der Blieskasteler Karnevalsgesellschaft (BKG) in der Bliesgau-Festhalle ließ erneut keine Wünsche offen.

Musik, Gesang, super Beiträge aus der Bütt, ein glänzend aufgelegter „Kaschtler Stallbock“ mit seinem Böckchen und nicht zuletzt Tanzdarbietungen der Extraklasse: Die Prunksitzung der BKG- „Nix wie druff“ Blieskastel ließ die Wände der Bliesgau-Festhalle wackeln. Schon bei der Vorstellung der Garden, des neuen BKG- Präsidenten Christian Pöbl und der Tollitäten Prinzessin Anna I. (Graus) und der Kinderprinzessin Klara I. (Kohl) herrschte beste Stimmung. Sitzungspräsident Elmar Becker führte charmant-lässig durch den abwechslungsreichen Abend, den Stimmenimitator Luca Brosius eröffnete. Nach Kalli Calmund und Jogi Löw waren seine Vorschläge zur Bewegung auf der Tanzfläche umwerfend. Stark die Büttenredner, so Steffen Welsch als Herr Fertig, Inge Schuster und Patricia Völkert als Frau Scheen und Frau Scheener. Köstlich auf die Schippe nahmen sich die „Zwei von der Bank“ Kurt Collet und Horst Klein, und in Mimik, Gestik, gepaart mit gekonnten Tanzeinlagen, bewies „Es Nissje“ Kirk Rebmann, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt. Der auch bei der Saar- Fernseh-Fastnacht präsente Kirk kommt aus der närrischen Rebmann- Dynastie, neben Vater Florian und Mutter Inka gibt der landesweit bekannte Peter Rebmann als „Die doof Nuss“ Tipps auf dem Büttenweg. Höhepunkt war der „Kaschtler Stallbock“ mit Böckchen Annelie (Thomas und Sohn Ben Schmitt), die witzig, mit karnevalistischem Feingefühl und reichlich Lokalkolorit zur Politik in der Bliesgau-Metropole glänzten. Auch Bürgermeisterin Annelie Faber- Wegener musste da trotz des bissigen Rückblicks schmunzeln. Die Renovierung des Luitpoldplatzes, die Ortskirchensteuer, das Ende des Stadtmarketing-Vereins oder die zeitweise Schließung der Straße zwischen Riesweiler und Volmünster („erst überlege, dann schaffe“) durch die Verwaltung, nichts blieb unerwähnt. „Hast Du denn im Lotto gewonn?“ fragte der „Stallbock“ das „Böckchen“ nach seinem Schwimmbadbesuch angesichts der Eintrittspreis-Erhöhung. Die Bemerkungen zur essbaren Stadt („In Kaschtl gibt es die Fressvielfalt dank vieler Imbissbuden“) sorgte auch beim Ehrenstallbock Elly Kunz, Ordensminister Manfred Hautz und beim Elferrat mit Bütten- und Bühnendienst Christian Geble für Lacher. Eine Überraschung von „Stallbock und Böckchen“ zum Mitsingen gab es mit zwei Ohrwürmern: dem Lied von der Geis und dem bekannten Pizza- Lied. Die 80 Mädchen der Garden bewiesen, dass die BKG keine Nachwuchssorgen plagen. Mit viel Tempo und Esprit wirbelten sie über die Bühne, gekonnt der Zeitreise- Schautanz, bei dem Rhythmus in den Beinen und Musik im Blut steckte. Nicht nachstehen wollten die Michi- Roths Boygroup und die Mädels vom CV Pirmasens. Zu Recht närrische Raketen hatten sich die putzmunteren Aktiven mit ihren Trainerinnen verdient. Dies gilt auch für die fünf Tanz-Mariechen. Laura Fischer stand mehrmals bei den Saar- Meisterschaften ebenso auf dem Treppchen wie Lisa Riotte, diesmal als Mariechen- Duo mit Antonia Brauer. „Mit vier Jahren begann ich beim Heimatverein DNZ St. Ingbert mit dem Tanzen, seit sieben Jahren bin ich bei der BKG-Sitzung dabei“, verriet uns die 24- Jährige, die während des gesamten Jahres mit Trainer Jan Schmitt übt.



Die Stimmung heizten die St. Ing-
berter „MGV- Frohsinnskrätzjer“, die „Konsorten“ und Baschti Kiefer an und animierten zu einem Gemeinschaftschor. „Einfallsreich und bunt, so macht Fastnacht Spaß“: Wie von Nadine Hoffmann gab es nach fünf Stunden für die BKG Komplimente zuhauf.