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Rehlinger: Mittelstand soll Saar-Industrie stärker prägen

Saarbrücken. . Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD ) will Industrie- und IT-Unternehmen an der Saar stärker miteinander vernetzen. Die Herausforderung "Industrie 4.0" mit zunehmender Automatisierung von Produktionsabläufen sei gleichzeitig auch eine Chance für den Mittelstand , sagte Rehlinger gestern vor dem CDU-Wirtschaftsrat. Thomas Sponticcia

Man verfüge über viele kluge Köpfe, auch an der Saar-Uni, der HTW sowie Forschungseinrichtungen, um intelligente Lösungen zu finden, die Standortvorteile bringen. Solche Lösungen bedeuteten nicht automatisch Personalabbau. Hier müsse man Ängste nehmen. Deshalb will Rehlinger auch die Gewerkschaften stärker einbinden. Eine neue Strategie schlägt die Ministerin offenbar auch bei den Markterkundungs-Reisen ein. "Große Delegationsreisen laufen nicht mehr so gut. Großunternehmen organisieren solche Marktauftritte inzwischen selbst." Dennoch werde das Saarland im Ausland auch weiterhin für sich werben. Kritik aus Kreisen des Wirtschaftsrates, das Saarland zeige generell zu wenig Präsenz im Ausland, wies die Ministerin zurück.

Das neue Mittelstands-Förderungsgesetz verkürze Zahlungsfristen von Aufträgen, die von der öffentlichen Hand kommen. Zudem werde bei der Vergabe öffentlicher Aufträge künftig stärker darauf geachtet, kleine Lose zu vergeben. Je kleiner die Lose, desto höher sei die Wahrscheinlichkeit, dass Aufträge nicht an Betriebe außerhalb des Saarlandes vergeben werden müssen, sagte die Ministerin.