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Leserbriefe zum Thema Anreize für Amerikaner

Neunkirchen. Zu "Fit-Machen für amerikanische Freunde " (SZ vom 13.März).

Zu "Fit-Machen für amerikanische Freunde " (SZ vom 13.März).




US-Soldaten bleiben auf dem Stützpunkt

Dass man sich um seine Freunde bemüht, mag ja angehen. Dass Neunkirchen wegen ein paar Euro Zäpfchen bei den US-Stützpunkten im benachbarten Rheinland-Pfalz spielt, ist schon reichlich geschmacklos und überdies ein schlechter Witz angesichts des Sichverbarrikadierens der US-Soldaten auf ihren Stützpunkten. Die tragen ihr Geld schon lange nicht mehr in die Geschäfte der Eingeborenen, sondern kaufen zum Beispiel im KMCC auf der Ramstein Air Base. Eine gepfefferte Beschwerde in Richtung US-Basen wegen des rücksichtslosen Kampfjet-Lärms bis in die Abendstunden wäre deutlich angebrachter.

Patrick Fey, Bexbach

Pure Träume aus dem Rathaus

Neunkirchen will sich "fit" machen für amerikanische Freunde ? Ganz davon abgesehen, dass in jedem Militärstützpunkt alles das meist moderner und komfortabler und vor allem preiswerter vorhanden ist, was Neunkirchen zu bieten hat - abgesehen vielleicht mal vom Zoo - werden die so zahlungskräftigen amerikanischen Freunde sicher nicht 1,4 Milliarden Euro in Neunkirchen ausgeben, nur weil sie diese Summe angenommenerweise als Sold bekommen. Um die jeweiligen Standorte herum existieren ausgewiesene Geschäfte , in denen die Amerikaner beim Einkauf keine Mehrwertsteuer zu zahlen haben. Wo werden sie also wohl einkaufen? Zudem stellt sich die Frage, welche amerikanischen Freunde man denn erwartet? Die, die das Saarland tagtäglich mit Kampfjetlärm und Abgasen überziehen und so dem Tourismus einen Bärendienst erweisen? Neunkirchen bekommt endlich auch etwas vom großen Kuchen ab? Wovon träumen Bürgermeister Fried und City-Managerin Strube? Wer verdienen wird, ist einzig die Agentur, die es wohl versteht, den Verantwortlichen Sand in die Augen zu streuen.

Harold Heim, Nonnweiler


Freunde , die uns mit Lärm terrorisieren

Von welchen amerikanischen Freunden ist hier die Rede? Sind damit auch die Kampfjetpiloten aus Spangdahlem und Ramstein gemeint, die jeden Wochentag die Bevölkerung im Saarland und in der berüchtigten Übungszone Tra-Lauter mit infernalischem Fluglärm terrorisieren? Diese "amerikanischen Freunde " schädigen massiv unsere Gesundheit und beeinträchtigen unsere Lebensqualität so, dass man sich nicht mehr im Freien aufhalten will. Schon um 10 Uhr geht das Gedröhne ohne Unterbrechung los. Nachmittags setzt sich das Lärminferno fort, um dann von 19.30 Uhr bis 20.45 Uhr seinen Höhepunkt zu erreichen, so dass unsere Kinder nicht mehr einschlafen können. Auf solche Freunde , die sich so benehmen wie diese Kampfjetpiloten, können wir gerne verzichten. Ebenso verzichten können wir auf das Märchen von den zahlungskräftigen US-Militärs, die geben ihre Dollars lieber in den US-Läden aus, wie beispielsweise im KMMC in Ramstein. Nicht nur, dass das Treiben dieser Freunde mit unseren Steuergeldern finanziert wird, nun man will sie jetzt auch noch mit kostenlosem Parken und freiem Zoo-Eintritt locken! Das ist doch der Gipfel! In der Woche terrorisieren sie uns und am Wochenende finanzieren wir diese Freunde für "one day in NK".

Peter Krächan, Illingen