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Insgesamt schon 2000 Nistkästen gebaut

Steinbach. Aktuell hat der Ottweiler Naturschutzbund über 800 Mitglieder, allerdings kein eigenes Vereinsgelände. Für das diesjährige Nistkästenbauen stellte deshalb der Förderverein Freizeitgelände Hiemes seine Anlage bereit. jpm

Seit 1989 gibt es den Naturschutzbund Ottweiler . "Wir entwickeln uns noch immer kontinuierlich weiter", sagt Elmar Becker, Vorsitzender des Ortsvereins, der aktuell über 800 Mitglieder verfügt und von einem achtköpfigen Vorstand geleitet wird. Zu den Aktionen, die der Nabu durchführt, gehören Vogelwanderungen, Pilzkundigenwanderungen oder die Pflege des Gellerbacher Weihers. Bislang gibt es allerdings noch kein eigenes Vereinsgelände. So freuten sich die Verantwortlichen, als sich der Förderverein Freizeitgelände Hiemes bereit erklärte, die Anlage für das diesjährige Nistkästenbauen zur Verfügung zu stellen.

"Man kennt sich halt im Ort", erklärt Becker das Zusammenkommen der beiden Vereine. Oliver Tobä vom Förderverein, der neben Grillfeuer und Speis und Trank auch für die Arbeitstische gesorgt hat, findet: "Es ist eine gute Sache, den Nabu zu unterstützten." Er betont aber auch: "Für uns ist das auch eine großartige Werbung.""In den letzten 20 Jahren haben wir mit den Kindern circa 2000 Nistkästen verbaut", sagt Becker stolz. Damit bieten die Helfer Gelegeplätze an für Kohlmeisen, Blaumeisen, Hausrotschwänze, Haussperlinge oder auch Trauerfliegenschnäpper. "Wir machen das so früh, weil die Vögel jetzt ihre Nistkästen suchen."

Etwa 20 Kinder nehmen dieses Jahr teil, 50 Objekte werden gebaut. Obwohl die Kinder beim Anfertigen der Kästen und Spielen auf dem Freizeitgelände großen Spaß haben, ist Becker nicht ganz zufrieden. "Es hat sich hier wieder eindrucksvoll gezeigt, dass Kinder und Jugendliche bei entsprechendem Angebot in Sachen Natur- und Vogelschutz gerne aktiv sind. Wir hätten jedoch gerne mehr Menschen erreicht." Vielleicht nächstes Jahr, denn auch dann wollen Nabu und Förderverein das Ganze gemeinsam angehen. "Ein Parkplatz und eine Toilettenanlage sind in Planung, damit alles attraktiver wird", ist Tobä zuversichtlich.