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Nardini-Klinikum: Diabeteszentrum: Zertifikat erneuert

Nardini-Klinikum : Diabeteszentrum: Zertifikat erneuert

(nlg) Wer an Diabetes erkrankt ist, hat oft auch mit einer Menge an Begleiterkrankungen zu tun. Der diabetische Fuß, Wundheilungsstörungen, Gefäßverschlüsse, Leber- oder Nierenerkrankungen treten hierbei häufig auf.

Um auf das Krankheitsbild der Betroffenen umfassend reagieren zu können, ist das Nardini Klinikum in Zweibrücken bereits seit Anfang 2000 ein zertifiziertes Diabeteszentrum für Patienten mit Typ I und Typ II Diabetes durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft.

Um diese Zertifizierung zu erhalten, muss sich das Diabetesteam einer umfassenden Prüfung unterziehen, etwa Fortbildungen nachweisen, eine gewisse Anzahl an Patienten behandelt haben und natürlich entsprechend vorgehen und aufgestellt sein. Die Zertifizierung hält jedoch nicht ewig an und so musste sich das Nardini Klinikum kürzlich erneut dieser Prüfung unterziehen, um eine Rezertifizierung zu erhalten. Warum das erneut gelungen ist, liegt auch an einem engagierten Team, wie Peter Schiedermaier, Chefarzt der Inneren Medizin, findet. Das Diabeteteam umfasst vier Diabetes-Beraterinnen, darunter auch Wundexpertinnen, eine Ernährungsberaterin, eine Diabetologin als Assistenzärtin und Jörg Kaumann als Oberarzt. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche macht dabei das Diabeteszentrum aus. Wer stationär im Nardini-Klinikum behandelt wird und an Diabetes erkrankt ist, ist mit dieser Erkrankung selten alleine.

Die Grundpfeiler des Zentrums machen die Diabetesberaterinnen aus, die halten Rücksprache mit den Ärzten und holen alle ins Boot, die für den jeweiligen Patienten wichtig sind, etwa Kollegen der Gefäßchirurgie, der Gastroenterologie oder der Nephrologie. All diese Beschwerden dulden keinen zeitlichen Aufschub. „Darum ist es wichtig, dass man direkt am Bett am gleichen Tag gemeinsam, die Therapiemöglichkeiten bespricht“, erklärt Chirurgie- Chefarzt Christoph Metzner. „Diese Zusammenarbeit ist in solch einem Haus ein großer Vorteil“, findet Peter Schiedermaier. Die Visite erfolgt demnach gemeinsam, zudem werden für stationäre Patienten entsprechende Schulungen angeboten, denn: „in aller Regel kommen deutliche Lebenseinschränkungen oder Umstellungen auf die Patienten zu, wenn sie die Diagnose erhalten“, erklärt Jörg Kaumann. In den Schulungen lernen die Betroffenen dann alles mögliche über die medikamentöse Therapie, Lifestyle, , Folgeerkrankungen, und auch, wie diese günstig durch das eigene Verhalten beeinflusst werden können.