1. Nachrichten
  2. Politik

Kritik an hohem Einsatz von „Spionage-SMS“

Kritik an hohem Einsatz von „Spionage-SMS“

Kommunikationsüberwachung, Handy-Ortung mit heimlichen SMS, Funkzellenabfragen – Sicherheitsbehörden nutzen verstärkt digitale Überwachungstechnologie. Die Linke ist beunruhigt.

Zum Thema:

HintergrundStille SMS sind heimliche Ortungsimpulse, die ein Mobiltelefon dazu veranlassen, Anmeldeinformationen an die nächste Funkbasisstation auszusenden und damit seine ungefähre Position preiszugeben. Handys senden derartige Informationen auch von sich aus von Zeit zu Zeit an die Netzbetreiber. Diese Intervalle können für Fahndungs- oder Observationszwecke aber zu lang sein, die Rückmeldungen außerdem nicht genau genug. Sicherheitsbehörden lassen Geräte von Verdächtigen daher in kurzen Abständen mit stillen SMS "bombardieren", um mehr oder weniger in Echtzeit deren Aufenthaltsbereich zu ermitteln und Bewegungsprofile zu erstellen. Das funktioniert auch bei ausgeschalteten Mobiltelefonen. afp