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Junger Elsässer war dritter Selbstmord-Attentäter im Bataclan

Junger Elsässer war dritter Selbstmord-Attentäter im Bataclan

Ein junger elsässischer Dschihadist mit Syrien-Bürgerkriegserfahrung ist der bislang unbekannte dritte Angreifer auf die Pariser Konzerthalle Bataclan. Die Ermittler identifizierten den 23-jährigen Foued Mohamed-Aggad als einen der Selbstmordattentäter, wie Premierminister Manuel Valls gestern bestätigte.

Er konnte nach einem Hinweis seiner Mutter durch DNA-Spuren identifiziert werden. Ende November bekam Foued Mohamed-Aggads Mutter nach Angaben ihrer Anwältin eine SMS von seiner Frau aus Syrien mit der Nachricht: "Dein Sohn ist mit seinen Brüdern am 13. November als Märtyrer gestorben." Die alarmierten Behörden konnten die Identität Ende vergangener Woche anhand von DNA-Spuren bestätigen. Mohamed-Aggad, der in der nahe der deutschen Grenze gelegenen Gemeinde Weißenburg (Wissembourg) aufwuchs, war den Sicherheitsbehörden wegen einer islamistischen Radikalisierung bekannt. Auch bei der internationalen Polizeiorganisation Interpol war er gemeldet. Er reiste Ende 2013 zusammen mit seinem Bruder und einer Gruppe von Freunden aus dem Straßburger Problemviertel Meinau nach Syrien. Einige flogen zunächst von Frankfurt aus in die Türkei und überquerten dann die Grenze in das Bürgerkriegsland. Der Vater des 23-Jährigen zeigte sich überrascht und entsetzt über die Beteiligung seines Sohns an den Anschlägen von Paris mit insgesamt 130 Toten. Wenn er von den Plänen seines Sohnes gewusst hätte, "hätte ich ihn vorher getötet", sagte er vor seinem Haus im Straßburger Vorort Bischheim.