Kolumne Ich gestehe, ich bin altmodisch

Hosenkauf im Internet? Stephanie Schwarz war skeptisch. Und sie sollte Recht behalten. Nach drei Anläufen gab’s nur eins: Auf zum Shoppen. In richtigen Geschäften.

Kolumne : Ich gestehe, ich bin altmodisch
Foto: SZ/Robby Lorenz

Gut, die 30 ist überschritten, damit kann ich leben. Aber bin ich deswegen gleich altmodisch? Eine Freundin warf mir dieses Wort an den Kopf, als es um unsere Shoppingvorlieben ging. Anscheinend gelte ich nun offiziell als zeitlich nicht mehr auf der Höhe, weil ich – jetzt kommt’s – immer noch lieber in Geschäften einkaufe, als mir Klamotten online zu bestellen. Das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen. Also ging ich online auf die Suche nach einer neuen Jeans. Etwa eine Stunde später war eine graue Stoffhose in meinem Warenkorb, schnell noch die richtige Größe eingegeben und ab. Eine Woche später kam das Paket, und der Stress begann. Die Hose war zu groß. Also zur Post, die Hose zurückgeschickt und eine Nummer kleiner bestellt. Wieder fünf Tage später: das nächste Paket. Statt einer grauen lag darin eine blaue Hose. Wieder zurück, aufs nächste Paket warten. Langsam hatte ich keine Lust mehr. Beim dritten Mal war es zwar die gewünschte Farbe und Größe, aber nun war die Hose zu klein. Da riss mein Geduldsfaden. Und das beste Mittel gegen Frust ist natürlich: shoppen. In der Stadt wurde ich fündig. Dann bin ich halt altmodisch! Das ist besser, als mir beim Online-Kauf den letzten Nerv zu rauben.