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Musicaltheater: „Palast der Republik“ will kein AfD-Publikum

Musicaltheater : „Palast der Republik“ will kein AfD-Publikum

() Der Intendant des Berliner Friedrichstadt-Palastes, Berndt Schmidt, will keine AfD-Wähler als Zuschauer. In einer Mitte der Woche bekanntgewordenen Rundmail an die Mitarbeiter des europaweit bekannten, 1984 in Ostberlin gegründeten Revuetheaters schreibt Schmidt: „Wir werden uns künftig noch deutlicher als bisher von 20 oder 25 Prozent unserer potenziellen Kunden im Osten abgrenzen und von Hohlköpfen mit Migrationshintergrund selbstverständlich auch. Ich will all deren Geld nicht.“ Das Haus repräsentiere den anständigen Osten, „egal ob in Beirut, Bautzen oder wie ich in Bruchsal geboren“.

 Der Palast als „bedeutende Kulturinstitution im Osten“ bedeute eine Verantwortung, denn die höchsten Zustimmungsraten für die AfD lägen in den östlichen Bundesländern. Rechtspopulismus sei nicht nur ein Problem im Osten, „aber bei uns im Osten ist das Problem am größten“. Wer AfD wählte, habe gewusst, „dass er auch Nazis in den Bundestag wählt“, erklärt Schmidt. In der „Berliner Morgenpost“ bekräftigte er seine Ausladung von AfD-Wählern: Sie könnten bereits gekaufte Karten gerne zurückgeben und bekämen den Kaufpreis erstattet. Die Berliner AfD rät ihren Anhängern laut der Zeitung, den Palast künftig zu meiden.