Deutsche Bahn verhandelt getrennt mit EVG und GDL

Deutsche Bahn verhandelt getrennt mit EVG und GDL

Im festgefahrenen Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn gehen die konkurrierenden Gewerkschaften EVG und GDL weiter getrennte Wege. Nachdem sich die drei Seiten bei einem Spitzentreffen nicht auf ein Verfahren für gemeinsame Verhandlungen verständigen konnten, führt die Deutsche Bahn morgen nacheinander Gespräche mit den Gewerkschaften.

Dem Konzern drohen zwei Tarifverträge mit unterschiedlichen Inhalten. "Wir haben keine Basis für gemeinsame Verhandlungen gefunden", sagte der Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner . Die Chance, die Spaltung der Belegschaft zu beenden, sei "am Widerstand der GDL gescheitert".

Die EVG hatte beim Spitzengespräch ein Bekenntnis der GDL gegen Tarifkonkurrenz - also unterschiedliche Tarifverträge für eine Beschäftigungsgruppe - gefordert. GDL-Chef Claus Weselsky kritisierte, dass die EVG schon vor den Verhandlungen zwingend gleiche Tarifabschlüsse verlangt habe. Weselsky sagte, dass er offen für parallele Verhandlungen zur gleichen Zeit am gleichen Ort sei. Die GDL will einen Vertrag erreichen, der nicht wie bisher nur für die Lokführer gilt, sondern auch für das bei ihr organisierte Zugpersonal.