Der Fall Kirch lässt die Deutsche Bank nicht los

Der Fall Kirch lässt die Deutsche Bank nicht los

Ermittler der Münchner Staatsanwaltschaft haben im Fall Kirch gestern erneut Büros der Deutschen Bank durchsucht. Seit 2011 laufen Verfahren unter anderem gegen Co-Bank-Chef Jürgen Fitschen und seine Vorgänger Rolf Breuer und Josef Ackermann wegen des Verdachts des versuchten Prozessbetrugs.

Mit Vorstand Stephan Leithner rückt nun noch ein aktiver Vorstand in den Fokus der Ermittler, wie die Behörde in München mitteilte. Ermittler und die Bank äußerten sich aber nicht zu weiteren Details. Das Verfahren ist die letzte Baustelle, die der Bank in dem mehr als zehn Jahre dauern den Streit mit den Erben des früheren Medienunternehmers Leo Kirch geblieben ist. Kirch und später seine Erben haben die Bank stets für den Zusammenbruch des Medienimperiums von Kirch 2002 verantwortlich gemacht - und mit Prozessen überzogen. Vor dem Oberlandesgericht München hatten die Erben dann Erfolg. Die Bank wurde zu Schadenersatz verurteilt. Im Februar schlossen beide Seiten einen Vergleich. Gegen Zahlung von rund 925 Millionen Euro einigte sich die Bank mit den Kirch-Erben auf ein gütliches Ende der Dauerfehde.

Der Streit mit Kirch ist vorbei, der mit der Staatsanwaltschaft nicht. Wann und gegen welche Verdächtige die Staatsanwälte Anklage erheben wird, ist aber noch offen.