Eine etwas andere Chronik

Eine neue heimatkundliche Broschüre hat Helmut Simmet erstellt. Das Besondere daran: Die Orts- und Grubengeschichte Göttelborns ist in Reimen verfasst. Am Donnerstag stellt der Rentner sein Büchlein öffentlich vor.

"Da hast Du was Schönes gemacht", hat Helmut Simmet in letzter Zeit öfter mal gehört, wie er erzählt. Der 84-jährige Chronist und Heimatkundler aus Göttelborn hat seinen Freundes- und Bekanntenkreis schon mal in sein neues Büchlein "Orts- und Grubengeschichte Göttelborn" reinschnuppern lassen. Die Resonanz ist positiv. Am Donnerstag, 27. März, 18 Uhr, stellt er die heimatkundliche Broschüre in der Cafékantine Flöz (Am Campus 4) öffentlich vor. Der Clou: die historische Abhandlung ist in Reimen gehalten. Die Gemeinde Quierschied lädt zur Präsentation der etwas anderen Chronik ein.

Gereimt hat er, weil er "die Chronik interessant gestalten wollte, damit die Daten in Erinnerung bleiben", wie Helmut Simmet erzählt. Knapp 30 Seiten hat die Broschüre. 500 Exemplare wurden davon gedruckt, die Gaswerke Illingen haben dies finanziell unterstützt. Neben seinem gereimten Rückblick auf die Historie des Bergwerkes und die Besiedelung des Ortes beinhaltet das Büchlein auch zwei Vorworte. Eines von Quierschieds Bürgermeisterin Karin Lawall und eines von Göttelborns Ortsvorsteher Peter Saar. Zusätzlich hat Helmut Simmet einige seiner Fotografien zur Verfügung gestellt. "Wie das in Göttelborn begann" wollte er nacherzählen. Interesse an der Geschichte seiner Heimat hatte er schon lange. So hat er auch bereits mehrere Bücher herausgegeben, etwa einen Bildband über die ersten Häuser in Göttelborn. Die Geschichte der Grube endet am 1. September 2000, melancholische Reime hat er dieser Zäsur innerhalb des Ortes gewidmet. Vieles von dem Beschriebenen habe er hautnah miterlebt, immerhin war er - bis 1988 - 43 Jahre lang Saarberg-Mitarbeiter.

Neben Helmut Simmet, der sein Werk präsentiert, wird auch Delf Slotta, Direktor des Instituts für Landeskunde Saar, ein Grußwort entrichten. Im Anschluss daran gibt es einen gemeinsamen Umtrunk, bei dem der Autor sicherlich für Fragen zur Verfügung stehen wird.