Bahnhöfe im Saarland sollen auf Vordermann gebracht werden

Bahnhöfe im Saarland sollen auf Vordermann gebracht werden

Saarbrücken. Die saarländischen Bahnhöfe werden - was den reinen Zugverkehr anbelangt - weiter modernisiert. Rund 21,3 Millionen Euro sind in den kommenden Jahren für zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen vorgesehen, wobei 5,2 Millionen Euro vom Land getragen werden. Das teilte die saarländische Verkehrsministerin Simone Peter (Grüne) gestern mit

Saarbrücken. Die saarländischen Bahnhöfe werden - was den reinen Zugverkehr anbelangt - weiter modernisiert. Rund 21,3 Millionen Euro sind in den kommenden Jahren für zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen vorgesehen, wobei 5,2 Millionen Euro vom Land getragen werden. Das teilte die saarländische Verkehrsministerin Simone Peter (Grüne) gestern mit. Für vier solcher Vorhaben wurde jetzt eine Planungsvereinbarung getroffen und Aufträge vergeben. Dies betrifft die Bahnhöfe Merzig, Sulzbach und Türkismühle sowie den Haltepunkt Quierschied. Insgesamt 6,9 Millionen Euro sollen in diese vier Projekte fließen.Mit diesem Geld sollen unter anderem Bahnsteige erneuert oder Unterführungen und Treppenaufgänge saniert werden. Außerdem soll es neue Fahrscheinautomaten, Abfallbehälter, Fahrplan- und Informationsvitrinen, Fahrgast-Unterstände oder Stationsbeschilderungen geben. Darüber hinaus sollen die Stationen Merzig und Türkismühle Personenaufzüge erhalten, damit Menschen mit Behinderung, Familien mit Kleinkindern oder Fahrgäste mit schwerem Gepäck stressfreier die Bahnsteige erreichen können. Um solche Aufzüge bauen zu können, müssen an Werkstagen mindestens 1000 Ein- und Aussteiger den Bahnhof nutzen. In Sulzbach ist das mit gezählten 851 nicht der Fall. Bürgermeister Michael Adam bedauerte diese Entscheidung, "weil ein Personenaufzug den Bahnverkehr im Sulzbachtal wieder attraktiver machen würde". Der Bahnhof mitten in der Stadt sei durch hohe Treppenaufgänge derzeit nur schwer erreichbar, so dass seine Attraktivität leide.

Für das Bahnhofs-Umfeld und damit für Parkplätze, Fahrrad-Abstellanlagen oder Busterminals sind die Kommunen zuständig. "Diese Maßnahmen werden zu 75 Prozent vom Land bezuschusst", so Ministerin Peter. Die Bahnhofsgebäude selbst sind hierbei nicht eingeschlossen. "Für Türkismühle suchen wir dafür nach einem privaten Investor", verdeutlichte Nohfeldens Bürgermeister Andreas Veit. low