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Aufsichtsratssitzung zu Völklinger Fischzucht abgebrochen

Völklingen. Doris Döpke

Heute steht im Völklinger Stadtrat erneut die Lage der kriselnden Völklinger Stadtwerke auf der Tagesordnung. Insbesondere soll es um deren Meeresfischzucht-Tochter gehen. Der Rat strebt einen schnellen Verkauf der Fischzucht an, weil ihre Verluste die Muttergesellschaft belasten. Rasche Entscheidungen tun not: Das Geld, das Stadtwerken und Fischzucht über Notkredite zugeflossen war, reicht nur noch wenige Wochen. Ohne neuen Zufluss droht Insolvenz.

Jedoch ist jetzt ungewiss, ob der Rat heute Beschlüsse fasst. Die vorbereitende Aufsichtsratssitzung am Dienstag wurde nach Auskunft von Teilnehmern abgebrochen, bevor die Tagesordnung abgearbeitet war. Schriftliche Unterlagen seien erst im Lauf der Sitzung vorgelegt worden, kritisierte Erik Kuhn, Chef der SPD-Ratsfraktion. Der Rat habe "null Information" und könne daher nichts entscheiden.

Aus Aufsichtsratskreisen verlautete weiter, es gebe nur eine Ein-Euro-Offerte für die Fischzucht, wobei unklar sei, ob der Interessent auch Teil-Schulden übernehmen wolle. Und der für die Stadtwerke-Rettung unerlässliche Kreditrahmen - es geht um bis zu 24 Millionen Euro - sei bisher nicht vertraglich gesichert. Im Februar hatte der Rat für den Verkauf der Fischzucht votiert. Ende März, vor Auslaufen der Notkredite, wollte der Rat den Stand der Verkaufsverhandlungen prüfen. Liege dann, so der weitere Beschluss, kein konkretes Angebot vor, sei die Fischzucht zu liquidieren.