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Chaos an der Kompostieranlage

Merchweiler/Schiffweiler. SZ-Leser Horst Loth wollte seinen Grünschnitt an der gemeinsamen Kompostieranlage von Merchweiler und Stennweiler loswerden. Schon vor Öffnung der Anlage war dort alles dicht mit Autos, Anhängern und Traktoren. Solveig Lenz-Engel

. März ist Gartenzeit. Da wird draußen an Bäumen und Sträuchern geschnitten, was das Zeug hält. Und dann soll der Grünschnitt auf die entsprechende kommunale Anlage gebracht werden, die dann feinen Kompost aus dem groben Material macht. Deswegen haben die Kompostieranlagen in der Region zurzeit Hochbetrieb. So erlebte SZ-Leser Horst Loth am Mittwoch, 18. März, kurz vor Öffnung der gemeinsamen Kompostieranlage von Merchweiler und Stennweiler an der Landstraße zwischen Stennweiler und Wemmetsweiler das reine Chaos . Wie er der SZ schrieb, war die Landstraße bereits um 13.45 Uhr in Höhe der Kompostieranlage komplett mit Autos, Autos mit Anhängern und Traktoren mit Grünschnitt im Gepäck "zugefahren". Weder Rettungswagen noch Feuerwehr hätten im Notfall den Bereich passieren können, moniert der Schiffweiler Bürger Loth. Er schlägt vor, die Anlage an den drei Öffnungstagen bereits morgens um 8 Uhr zu öffnen, damit sich das Verkehrsaufkommen entzerren könne.

Zurzeit ist die Kompostieranlage mittwochs von 14 bis 16 Uhr, freitags von 15 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 16 Uhr offen, der Grünschnitt kann von Privatleuten kostenlos abgegeben werden. Ebenso wird Kompost kostenlos und lose abgegeben, mitzubringen ist ein entsprechendes Behältnis. In der Schiffweiler Verwaltung ist das Problem bekannt. "Mit der zweiten Ausfahrt hat sich die Situation bereits gebessert", sagt Bürgermeister Markus Fuchs . Er macht aber darauf aufmerksam, dass nach Schiffweiler Schätzungen etwa 40 Prozent der Anlieferer nicht aus Schiffweiler oder Merchweiler kommen, sondern aus Nachbarorten wie Welschbach und Illingen. Was aber kaum zu kontrollieren oder einzudämmen sei. Fuchs würde gerne eine Plakette an die berechtigten Bürger ausgeben, sei aber mit dieser Idee ("Die Plakette kann auch kostenlos sein") in Merchweiler nicht auf Gegenliebe gestoßen. Was Fuchs auch ärgert, sind rücksichtslose Zeitgenossen, die allerlei Schrott im Kompost "verstecken" würde. So habe ein Betonklotz bereits den kreis-eigenen Häcksler beschädigt.

Eine Möglichkeit, die Deponie länger zu öffnen, sieht er angesichts der dünnen Personaldecke der beiden Gemeinden nicht.

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