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Wer Polizei bestellt, soll auch bezahlen

Ihr Schreiben Wer Polizei bestellt, soll auch bezahlen Zum Artikel „Eine Saison der Herausforderungen“ (15. Juli) Im Saarland werden kaum noch Polizisten und Lehrer eingestellt, Pädagogen werden oft mit schäbigen Zeitverträgen abgespeist.

Aber die Sozialindustrie wächst ungebremst weiter. Sie präsentiert jetzt den "Fanprojekt-Mitarbeiter", der so viel kostet wie zwei Polizisten und den der Staat zur Hälfte bezahlen soll. Der Beauftragte folgt den Fußballfans in die Stadien, damit sie bitteschön keine Straftaten begehen mögen. Da gutes Zureden nicht genügt, um Rabauken zu bändigen, müssen Polizeikräfte in großer Zahl eingesetzt werden, die nicht vom Veranstalter, sondern vom Staat, also vom Steuerzahler, finanziert werden. Warum gelten für die Veranstalter von Fußballspielen und anderen Sporteignissen nicht die gleichen Regeln wie für alle Bürger? Wer Vorbeugung wünscht, soll sie auch bezahlen. Wer Polizeipräsenz benötigt, soll dafür finanziell aufkommen.

Dr. Gerd Brosowski,

Mandelbachtal