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Ein faszinierender Antrieb

Friedberg. Subaru schwimmt gegen den Strom: Während einige Hersteller ihre Automatik-Versionen überwiegend mit Doppelkupplungsgetriebe (VW-Konzern) oder Wandlerautomatik (BMW und Mercedes-Benz) ausstatten, setzt der japanische Autobauer auf stufenlose Getriebe. unserer MitarbeiterinGundel Jacobi

Der Forester ist eine feste Größe in der Modellpalette des Allradspezialisten Subaru . Seit 18 Jahren verrichtet er seinen Dienst, und er ist nicht nur bei Förstern und Jägern beliebt. Von den hierzulande im vergangenen Jahr verkauften 6200 Subarus ging die Hälfte aufs Konto des Forester. Der japanische Autohersteller bevorzugt Boxermotoren, die dank ihrer gegenüberliegenden Zylinder flach, kurz und sehr kompakt sind und somit den Autos, die damit angetrieben werden, zu einem niedrigen Schwerpunkt verhelfen.

Jetzt kombiniert Subaru im mittelgroßen Allrader Forester den 2,0-Liter-Boxerdieselmotor mit einem CVT-Getriebe (Continuously Variable Transmission). Dessen Charme liegt in der kontinuierlichen stufenlosen Kraftübertragung. Früher war solchen Getrieben durchweg der sogenannte Gummibandeffekt zu eigen. Das Geräusch schwoll beim Beschleunigen sofort stark an, erst wenn man vom Gas ging, trat eine entspanntere Lautstärke ein; oft wurde es auch mit dem Surren einer Nähmaschine verglichen.

Davon ist nun bei der Lineartronic - so nennt Subaru seine CVT-Automatik - nichts mehr zu hören. Ganz im Gegenteil: Auf ersten Testfahrten war die Geräuschkulisse ähnlich wie die einer herkömmlichen Automatik. Drückt man das Pedal für einen schnellen Überholvorgang zu ungefähr zwei Dritteln durch, wechselt die Getriebesteuerung in einen Modus, der eine Automatik mit mehreren Gängen simuliert. In den sieben einprogrammierten Übersetzungsstufen schaltet das Getriebe dann wie eine herkömmliche Automatik durch. Es ist auch möglich, die Getriebeübersetzung per Hand zu ändern. Dafür gibt es Schaltwippen am Lenkrad. Im manuellen Modus stellt die Lineartronic ebenfalls sieben Gänge zur Verfügung. Im Gegensatz zu einer normalen Automatik gibt es beim CVT-Getriebe beim Schalten so gut wie keine Unterbrechung der Zugkraft.

In Verbindung mit dem 147 PS/108 kW starken 2,0-Liter-Diesel verbraucht der CVT-Forester nach der Norm 6,1 Liter, gerade mal 0,4 Liter mehr als in der handgeschalteten Version. Das ist ein beachtlich geringer Mehrverbrauch.

Auf unseren ersten Testfahrten über gut 200 Kilometer lag der Verbrauch bei knapp neun Litern Diesel. Die 2,0-Liter-Maschine überzeugt durch ihre Laufruhe, bordet aber nicht unbedingt vor Kraft über. Wie es bei Subaru üblich ist, verfügt der Forester serienmäßig über Allradantrieb.

Da das kompakte SUV in seiner jetzigen Erscheinung erst zwei Jahre auf dem Buckel hat, gab es zwar keine umfassende Modellpflege, aber die Unterhaltungs- und Navigationsfunktionen wurden aktualisiert. Beispielsweise kann der Fahrer die Navi-Anweisungen direkt in seinem Blickfeld bei den Rundinstrumenten ablesen und muss nicht mehr auf den Bildschirm in der Mittelkonsole schauen. Dort kann man auf dem berührungsempfindlichen Monitor Befehle zur Musiksteuerung oder Ähnlichem eingeben.

Der Forester mit der Kombination von Boxerdieselmotor und CVT-Getriebe steht ab sofort ab 32 200 Euro bei den Händlern; das sind 1700 Euro mehr, als die handgeschaltete Ausführung kostet.


Zum Thema:

Ausführung:Kompakt-SUVPreis:32 200 EuroLänge:4,60 MeterBreite:1,80 MeterHöhe:1,74 MeterRadstand:2,64 MeterLeergewicht:1690 KilogrammZuladung:390 KilogrammGepäckraum:505 - 1592 LiterAnhängelast:2000 KilogrammMotor:Vierzylinder-boxerdieselHubraum:1998 ccmLeistung:147 PS/108 kWDrehmoment:350 Nm von 1600 bis 2400 U/minAbgasnorm:Euro 6CO{-2}-Ausstoß:158 g/kmSpitze:188 km/h0 auf 100 km/h:9,9 SekundenNormverbrauch:6,1 Liter Super