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Oldtimer und Ami-Kisten im Rampenlicht

Stuttgart. (gj) "Wir sind die Größten in Europa", verkündet Karl Ulrich Herrmann, Erfinder und Macher der Stuttgarter Oldtimer-Messe Retro Classics, stolz. Das bezieht sich zwar nicht auf die Besucherzahl, wo man bisher an die Essener Techno Classica und die abgehobene Rétromobil in Paris nicht heranreicht.

Aber die Ausstellungsfläche in den Hallen am Stuttgarter Flughafen ist zweifellos die weiträumigste. Und die Messe hatte auch in diesem Jahr wieder mehr Bewerber um die Stände, als den Organisatoren zur Verfügung stehen.

Ein Geheimnis der Retro Classics, die an diesem Wochenende zum 15. Mal über die Bühne geht, ist ihre Vielfalt. Neben den klassischen Wertstücken, die außer betuchten Käufern viele Schaulustige anziehen, sind auch Allerwelts-Youngtimer und Ami-Schlitten zu volkstümlichen Preisen im Angebot. Zudem werden historische Nutzfahrzeuge samt Traktoren ausgestellt und gehandelt, dazu Motorräder, und natürlich füllt der wichtige Ersatzteilhandel eine ganze Halle aus.

Die Kfz-Innung nutzt den Anlass, Werbung für den sogenannten "Stuttgarter Weg" zu machen. Hierbei können Reparaturbetriebe nicht nur ein Oldtimer-Zertifikat erlangen, sondern in einem Modellversuch auch eine Zusatzausbildung für Mechatroniker anbieten. Denn was nutzt einem das schönste alte Stück Blech, wenn es in absehbarer Zeit niemand mehr warten und reparieren kann?